Handy-Geschäft
Samsung will Konkurrenten Marktanteile abnehmen

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will seinen Wettbewerbern im Handy-Geschäft nach einer Schwächephase Marktanteile abjagen. "Wir starten nun die Vermarktung neuer Geräte, mit denen wir unseren Marktanteil wieder erhöhen wollen", sagte der Deutschland-Chef von Samsung, Seung Kak Kang.

dpa BERLIN. Dies werde konzernweit bereits in der zweiten Jahreshälfte geschehen. "In einigen Ländern wie Großbritannien sind die neuen Geräte schon auf dem Markt und wir sehen dort eine Verbesserung", sagte er am Sonntag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Der drittgrößte Handy-Produzent hatte in den vergangenen Quartalen seinen Absatz langsamer als Nokia, Nokia und Sony-Ericsson gesteigert und daher Marktanteile verloren. Anders als die führenden Anbieter Nokia und Motorola setzen die Koreaner ausschließlich auf mittel- und hochpreisige Mobiltelefone. Hochentwickelte Länder wie Deutschland sind daher ein wichtiger Absatzmarkt für Samsung. Profitieren will das Unternehmen zudem von der Einführung des mobilen Fernsehens - bislang sind die Verkaufszahlen von TV-tauglichen Mobiltelefonen in Deutschland allerdings gering. "Vielleicht wird Handy-TV bereits im kommenden Jahr populärer", sagte Kang.

Zufrieden äußerte sich der Samsung-Manager über den Absatz im Fernsehgeschäft. "Seit vergangenem Dezember sind wir Marktführer." Geholfen habe dabei auch die Fußball-Weltmeisterschaft, die zu höheren Verkaufszahlen bei Flachbildschirmen geführt habe. Die Nachfrage sei zwar hoch, allerdings unter den Erwartungen der Branche gewesen, sagte Kang. Den nächsten Schub erwartet er für das Schlussquartal. "Das Weihnachtsgeschäft wird sehr gut", sagte Kang. Auf der IFA bestellen großen Handelsketten aus aller Welt traditionell ihre Verkaufsware für Weihnachten.

Samsung kam in Deutschland nach eigenen Angaben zuletzt auf einen jährlichen Umsatz von umgerechnet zwei Mrd. Dollar - Tendenz steigend. Neben Handys und Unterhaltungselektronik gehört so genannte "weiße Ware" (Kühlschränke, Öfen) zur Produktpalette des koreanischen Unternehmens.

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