Handy-Hersteller
BenQ-Siemens versucht den Neubeginn

BenQ ist seit der Übernahme der Handy-Sparte von Siemens auch in Europa ein Begriff. Das war aber nur der erste Schritt, nun hat der taiwanesische Hersteller die Marke "BenQ-Siemens" offiziell eingeführt.

HB BERLIN. Asiatische Trommelwirbel in einem unvollendeten U-Bahn-Tunnel unter dem Potsdamer Platz in Berlin, die Szene in violettes Licht getaucht. Dreieinhalb Monate nach der Übernahme der Siemens-Handysparte hat der taiwanesische Konzern am Dienstag laut und bunt "BenQ-Siemens" in Berlin präsentiert. Die Fusion aus deutscher Tradition und fernöstlicher Innovationskraft soll in eine Erfolgsgeschichte münden, das verlustreiche Mobiltelefongeschäft der ehemaligen Siemens-Tochter bald wieder Gewinn abwerfen. Ein kompletter Neubeginn steht an - allerdings mit ungewisser Zukunft.

Geht es nach dem Vorstandschef von BenQ Mobile, Clemens Joos, wird sein Unternehmen schon nach dem nächsten Weihnachtsgeschäft die Gewinnzone erreicht haben. "Bis Ende 2006 wollen wir profitabel sein", sagte er. Dies sei das oberste Ziel und zunächst wichtiger als der Marktanteil. Vom Erfolg hängen in Deutschland an den Standorten Kamp-Lintfort, München und Ulm rund 3000 Arbeitsplätze ab. Bis Mitte 2006 gilt noch eine Beschäftigungssicherung. Was danach mit den Jobs passiert, ist bislang offen.

Im Geschäftsjahr 2005/06 (zum 30. September) werde die einstige Siemens-Mobilfunksparte, die BenQ im Herbst übernommen hatte, noch Verluste schreiben, sagte ein Sprecher am Dienstag. Bis Dezember wolle der Hersteller mit Hilfe neuer Produkte aber zumindest eine schwarze Null schreiben, fügte er hinzu. Die am 1. Oktober gegründete BenQ Mobile habe in den vergangenen Monaten die operativen Verluste reduziert. Das Geschäft habe sich finanziell stabilisiert, teilte das Unternehmen mit.

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