Handy-TV
Erste Serie startet im mobilen Fernsehen

Von den Handys der neuen Generation versprechen sich Fernsehproduzenten und Telekomunternehmen gleichermaßen gute Geschäfte. Auf einen Nenner kommen beide dabei offenbar nicht. So will die Bertelsmann-Tochter Ufa spezielle Formate für Handys produzieren, während T-Mobile lieber Programmangebote von TV-Sendern übernimmt.

CANNES. Die Fernsehproduzenten erwarten sich von der neuen Handy-Generation einen Umsatzschub. Ufa wird die erste Serie für Mobiltelefone bereits im Frühjahr nächsten Jahres starten. Das bestätigte Wolf Bauer, Chef des größten Fernsehproduzenten Deutschlands, dem Handelsblatt. „2007 ist der Markt reif. Dann lohnen sich die ersten Produkte“, sagt Bauer. Bei einer Serie wird es daher nicht bleiben. „Wir sind sehr intensiv mit verschiedenen Mobilfunkunternehmen im Gespräch“, berichtete der langjährige Produzent.

Ufa, eine Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann, produziert derzeit eine Serie namens „Kill your Darling“ aus vorerst 30 Episoden von drei Minuten für einen noch ungenannten Mobilfunkkonzern. Der in der Branche mit Spannung erwartete Versuch, Serien speziell für Handys herzustellen, ist erst der Auftakt. Für die Branche sind die Zeiten der Visionen passé, jetzt geht es um konkrete Geschäfte.

Ufa gilt als Pionier von Inhalten für mobile Endgeräte. Der Potsdamer Fernsehproduzent hat bereits 16 Projekte unterschiedlicher Art in Angriff genommen. Derzeit probiert Ufa verschiedene Formate für Serien und Spiele aus. „Alle Ufa-Tochterfirmen kreieren Inhalte für die neuen digitalen Medien“, sagt Bauer.

Bei den Telekomunternehmen haben es die Produzenten schwer. T-Mobile zeigt den Serienherstellern die kalte Schulter, denn das Unternehmen hat bereits Verträge mit einer Reihe von Sendern wie dem Kinderkanal Nick, Eurosport, N-TV, Premiere oder DSF. Eigens für Handys produzierte Serien hat die Tochter der Deutschen Telekom noch nicht eingekauft. „Wir setzen auf bestehende Inhalte wie Nachrichten, Sport oder Telenovelas wie ,Verliebt in Berlin’ statt auf teure Eigenproduktionen“, sagte eine Konzernsprecherin.

Für die Netzbetreiber wie T-Mobile und Vodafone spielen die Zusatzdienste dennoch eine Schlüsselrolle. „Wir wollen die Zukunft des mobilen Fernsehens aktiv mitgestalten“, sagt eine Sprecherin des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers. Vodafone baut sein mobiles Fernsehangebot derzeit kontinuierlich aus. Erst in der vergangenen Woche startete der Konzern den türkischsprachigen Kanal „Euro D“. Derzeit können UMTS-Kunden bei Vodafone 32 Fernsehkanäle empfangen. Nach Unternehmensangaben laufen insbesondere die von Ufa produzierte Seifenopern „Schmetterlinge im Bauch“ und „Gute Zeiten, schlechten Zeiten“ sowie Nick, der Kinderkanal des Medienkonzerns Viacom, mit großem Erfolg.

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