Handys, Handhelds und Laptops
Die Wirtschaft macht mobil

Immer leistungsfähigere Handys, Handhelds und Laptops revolutionieren Management und Vertrieb.

DÜSSELDORF. Zumindest in Führungsetagen der Unternehmen in Deutschland ist der Befund eindeutig: "Ich kenne keinen Geschäftsführer, der nicht unterwegs seine Nachrichten auf dem PDA liest oder über eine W-Lan-Verbindung auf das Laptop herunter lädt", sagt Kai Stührenberg, Projektleiter der Mobile City Bremen, einem Zusammenschluss von Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus der Mobilbranche. Der Abruf von E-Mails über Handys, Handhelds oder tragbare Computer ist die Killerapplikation des Mobile Business. Und Marktbeobachter sind sicher: Künftig wird der Einsatz der Anwendungen an Exklusivität verlieren.

"Bislang war die mobile E-Mail eine Nischenanwendung für Topmanager", sagt Nick Jones, Mobilfunkexperte bei Gartner. Das ändere sich nun: Zumindest das mittlere Management werde vielerorts mobil. Noch sind entsprechende Dienste zwar oft zu teuer, um sich firmenweit zu rechnen. Doch die Preise purzeln - gleichzeitig steigen die Kommunikationsanforderungen an die Mitarbeiter unabhängig von der Hierarchieebene.

In wenigen Jahren, prognostiziert Jones, sei der mobile Nachrichten-Empfang für alle Mitarbeiter im Unternehmen selbstverständlich. Bereits jetzt steigt die Zahl der Anbieter solcher Dienste, nachdem Research in Motion (RIM) mit den Blackberry-Geräten das Push-Mail-Prinzip populär gemacht hat. O2 Germany etwa stellte im März den Dienst Microsoft Direct Push für Geschäftskunden vor, Vodafone zieht derzeit mit einem ähnlichen Angebot nach.

Die ortsunabhängige Komfortkommunikation für die Topetage ist nur ein Aspekt der Entwicklung hin zur mobilen Geschäftswelt. "Mobillösungen werden immer häufiger ein Standardbaustein der IT-Angebote der Unternehmen", sagt Kai Stührenberg. "Wir beobachten ein besonderes Interesse im Bereich der Wartung, der mobilen Außendienststeuerung und in der Logistik."

"Mobile Computing wird auch in Unternehmen zum Mainstream", bestätigt Nick Jones. Die Anwendungsszenarien und die eingesetzten Geräte sind vielfältig. Während bei Audi der Blackberry als Kommunikationsmittel der Mitarbeiter untereinander genutzt wird, haben sich bei Daimler-Chrysler Smartphones als Allzweckwerkzeuge etabliert. Im Herbst 2005 führten die Stuttgarter gar ein funkgestütztes Transportmanagementsystem ein, bei dem der gesamte Wareneingangs- und Transportprozess durchgängig über Multimediatelefone gesteuert wird. LKW-Fahrer werden so am Werkstor identifiziert und automatisch zu freien Ladeplätzen dirigiert, die Ladung wird automatisch mit der Beladeliste der Daimler-Chrysler-Zentrale abgeglichen. "Durch die elektronisch dokumentierte Packstückübernahme beim Lieferanten verfügen wir künftig frühzeitig bei allen Materialströmen über detaillierte Informationen und gewinnen wertvolle Zeit", sagt Ulrich Zeile, Abteilungsleiter Transportplanung bei Daimler-Chrysler in Sindelfingen. "Außerdem vereinfacht sich unsere Abwicklung im Wareneingangsbüro erheblich."

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