Hausgeräte über Steckdose vernetzt
Powerline im Eigenheim

Vernetzt Hausgeräte sind schon seit einiger Zeit Themen in den Entwicklungsabteilungen. Die Entwicklung wurde jedoch durch die fehlende Verkabelung in den Haushalten gebremst. Jetzt sollen Herd und Kühlschrank über die Steckdose vernetzt werden.

hiz DÜSSELDORF. Die Vernetzung von Hausgeräten schreitet langsam voran. Die Idee, Kühlschrank, Mirkowelle oder Waschmaschine zentral steuern und überwachen zu können, scheitert weniger an der technischen Machbarkeit, sondern an der Datenübermittlung. Die wenigsten Haushalte haben eine zusätzliche Verkabelung für Datenübermittlung. Siemens geht mit serve@Home daher einen anderen Weg, der das Problem elegant löst: Powerline. Die Technologie ist nicht unbekannt. Ursprünglich wurde sie in Großbritannien entwickelt um Haushalte per Stromnetz an das Internet anzubinden. Nach der Anfangseuphorie zwangen technische Probleme aber immer mehr Provider und Technologielieferanten, die Technik auf Eis zu legen.

Eine Vernetzung im Haus ist allerdings bei weitem nicht so problematisch, da das Netz überschaubar ist und mögliche Störungen beherrschbar sind. Da die Datenübertragung zu einer Zentrale im Haus über die bestehenden Stromleitungen erfolgt, ist die Installation einfach: Einstecken genügt und dass Gerät ist Online. Innerhalb des Hauses können dann viele Funktionen der angeschlossenen Geräte aus der Ferne bedient werden. Zunächst will der Hersteller Herde, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Trockner und Klimageräte aus der Oberklasse mit den Zusatzfunktionen ausstatten.

Die Geräte haben einen kleinen Einschubschacht, in die eine Box eingebaut wird. In der Box ist eine Art Modem, das die Daten über die Steckdose auf die Frequenz des Netzstroms von 50 Hertz aufmoduliert. Ein so genanntes Gateway filtert die Daten aus dem Stromnetz und übernimmt zentral über eine W-LAN- oder andere Funkverbindung die Kommunikation mit dem Tablet-PC, einem Laptop oder dem Handy. Die Anwender können über eine Windows-Oberfläche auf alle angeschlossenen Geräte zugreifen.

Über die Leitzentrale sind damit Fernabfrage und-bedienung möglich. Per Handy kann eine Hausfrau nach der Abfahrt in den Urlaub kontrollieren, ob eine Platte versehentlich noch heizt, und sie könnte den Herd sogar ausschalten. Wenn ein Gerät ausfällt, kann der Kundendienst eine Ferndiagnose durchführen, was eventuell die teure Anfahrt eines Technikers erspart.

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