HD-Fernsehen - Schaukasten für DVD-Nachfolge
Ein Zauberwort beherrscht die IFA

In allen Hallen der Funkausstellung flimmern hochauflösende Bilder über zahllose große und noch größere Bildschirme. HDTV ist das Zauberwort der diesjährigen IFA. "HD kann süchtig machen", ist Premiere-Chef Georg Kofler überzeugt. Und viele Besucher werden es tatsächlich schwer finden, sich zu Hause wieder auf das gewohnte Bild einzustellen.

HB BERLIN. Unter anderem die Zeitschrift "Video" bietet an ihrem Stand den direkten Vergleich auf zwei baugleichen TV-Geräten. Beim HD-Bild glaubt man, die einzelnen Wassertropfen erkennen zu können, die aus einem Schlauch spritzen und auch die einzelnen Härchen einer weißen Pusteblume. Das Normalbild wirkt danach völlig verwaschen.

Dieser Effekt ist es, auf den die Unterhaltungselektronik-Branche hofft, die bis 2008 bis zu 15 Mill. HD-Geräte in Europa verkaufen will. In Japan würden bereits 70 bis 80 % aller Fernseher mit HD-Tauglichkeit verkauft, im den USA immerhin 40 %, sagt Panasonic-Europachef Joachim Reinhart. In zwei Jahren werde man in Europa wohl auch soweit sein. Bis dahin solle es auch eine Fülle passender Produkte wie eine HD-Videokamera im Taschenformat geben, die als Prototyp auf der IFA gezeigt wurde. Weiteres Wegziel von Panasonic ist ein um einen HD-Fernseher herum gebautes Heimnetzwerk.

Das größte Hindernis für die Verbreitung des hochauflösenden Standards war bisher das Fehlen entsprechender Sendungen. Ende Oktober starten Pro Sieben und Sat1 ihre Übertragungen - wenn auch zunächst vor allem mit künstlich auf höhere Auflösung hochgerechnetem Material, Mitte November kommt der Bezahlsender Premiere mit drei Spartenkanälen in Original-HD hinzu. Reinhart beklagt aber die Zurückhaltung von ARD und ZDF: Es sei eine "Schande", dass die Fußball-WM 2006 in Deutschland nur im Bezahlfernsehen in hoher Auflösung laufen wird.

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