HDTV fordert neue Geräte Titel: Hochauflösende Fernsehbilder beginnen zu laufen
Hochauflösende Fernsehbilder kommen

Die diesjährige Internationale Funkausstellung in Berlin hat in der Fernseh-Welt einen Generationswechsel eingeläutet. HDTV und Flachbildschirme sind in absehbarer Zeit neuer TV-Standard - auch wenn das PAL-System zunächst noch erhalten bleibt. Zur Fußball-WM 2006 sollen dann sämtliche Spiele in HDTV übertragen werden - zumindest bei einem Sender.

HB MÜNCHEN. Das Kürzel HDTV steht für High Definition Television (hochauflösendes Fernsehen). Dank der damit verbundenen Technik bekommt das Fernsehen nun eine Bildqualität, wie wir sie bisher nur von hochwertigen PC-Bildschirmen kennen. Die höhere Auflösung bringt der "Glotze" technisch gesehen völlig neue Möglichkeiten. Da ist von vier- bis fünfmal höherer Bildqualität gegenüber heutigen Standards und Klangerlebnissem in Dolby-Digital-Ton die Rede. Damit übertrifft das Pantoffelkino der nahen Zukunft sogar die Qualität von aktuellen Kino- und DVD-Spielfilmen.

Der einzige, aber schwerwiegende Wermutstropfen: HDTV verlangt die Investition in völlig neue Geräte.

Für HDTV ist eine neue Hardware-Ausrüstung erforderlich - sowohl auf Zuschauerseite wie auch auf Seiten der Programmanbieter. Letztere müssen erhebliche Summen für neue HDTV-Kameras und digitale Tonaufnahme-Geräte sowie für neue Technik im Schneideraum und in der Sendeüberwachung ausgeben. Da HDTV riesige Datenmengen erzeugt, werden sich auch Investitionen in die Übertragungstechnik nicht vermeiden lassen. Zumindest müssen neue Komprimierungstechniken und höhere Datenraten eingesetzt werden, um die stets knappen Transponder-Kapazitäten der Satelliten nicht zu stark zu belasten. Ein Kanal mit HDTV-Sendungen belegt das 4- bis 5-fache der Übertragungskapazität eines normalen Senders und arbeitet mit einer Datenrate von 25 Megabit/Sekunde (zum Vergleich: PAL kommt mit 4 oder 6 MBit/s aus). Dies erklärt auch die bisherige Zurückhaltung der öffentlich-rechtlichen Sender in Sachen HDTV.

Für den Verbraucher interessanter ist jedoch, was auf Zuschauer-Seiten getan werden muss, damit HDTV empfangen werden kann. Gleich vorweg: HDTV bedeutet in der Regel Satelliten-Fernsehen. Zwar könnte technisch im Grundsatz HDTV sowohl terrestrisch als auch über Satellit empfangen werden. In der Praxis wird der Empfang auf absehbare Zeit nur über Satellit flächendeckend möglich sein. Im Kabel und bei der neuen Antennentechnik DVB-T reichen Bandbreite und Kanäle nicht aus.

In absehbarer Zukunft kann HDTV somit nur empfangen, wer in Besitz einer digitalen Sat-Anlage mit einem HDTV-fähigen DVB-S-Receivers ist. Dieser lässt sich über den YUV- Komponentenausgang oder DVI (siehe Glossar am Ende des Ratgebers) an eine vorhandene Satelliten-Schüssel anschließen. Dabei muss ein digitales LNB (Universal-LNB - das ist der kleine Empfänger in der Mitte der Parabolantenne) montiert sein. Das ist bei vielen Anlagen der Fall.

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