HDTV
Wenig Interesse an besseren Fernsehbildern

Tagein, tagaus verbringt jeder Mensch in Deutschland im Schnitt drei Stunden vor dem Fernseher. Trotzdem ist das Interesse an besseren Bildern bis jetzt gering. Neue Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen noch wenig mit dem so genannten hochauflösenden Fernsehen, kurz HDTV, anfangen kann.

jojo MÜNCHEN. Auf der Internationalen Funkausstellung, die am Freitag in Berlin beginnt, wird HDTV eines der ganz großen Themen sein. Denn die Gerätehersteller wollen mit dem Standard den Absatz ankurbeln. Allerdings müssen die Anbieter noch viel Überzeugungsarbeit leisten, denn viele Kunden lässt HDTV bislang weitgehend kalt. Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) zufolge können 53 Prozent der Deutschen derzeit nichts mit dem Begriff anfangen. 42 Prozent wollen sich in nächster Zeit nicht einen Fernseher kaufen, der HDTV zulässt.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Branchenverband Bitkom. Demnach ist nur jedem dritten Befragten bewusst, dass HDTV-Geräte eine bis zu fünf Mal höhere Auflösung haben als die bis jetzt üblichen Apparate.

Die Umfrageergebnisse sind ernüchternd für die Hersteller, denn die Konzerne werben bereits seit längerem für HDTV. Nach Ansicht der PwC-Berater haben es die Anbieter aber nicht geschafft, die Käufer durch den Dschungel der vielen Abkürzungen in der Unterhaltungselektronik zu führen.

So werden Fernseher derzeit unter den Bezeichnungen "Full HD" und "HD-ready" verkauft. Nur "Full HD" steht dabei für Geräte, auf denen Sendungen in bester Qualität angeschaut werden können. Bei den neuen Modellen ist das fast schon Standard. Und bislang werden nur wenige Sendungen in dem neuen Standard gezeigt, es fehlt also der Anreiz, beim Kauf auf HDTV zu achten. Zudem konkurrieren die DVD-Standards Blu-ray und HD-DVD miteinander.

Dabei sind die Deutschen Innovationen nicht abgeneigt. In 15 Prozent aller Haushalte steht inzwischen ein Fernseher mit Flachbildschirm. Vor einem Jahr waren es lediglich fünf Prozent. Der durchschnittliche Fernseher ist zudem fünf Zoll (13 Zentimeter) größer als noch vor einem Jahr.

Fernseher sind für die Elektronikmärkte die wichtigste Einnahmequelle. Im Fachhandel machen sie 60 Prozent vom Umsatz aus. Deshalb sind Händler daran interessiert, die Kunden für neue Technologien zu begeistern und ihre alten Geräte frühzeitig gegen neue Apparate auszutauschen.

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