Heise Online
Linkverbot kommt vors Verfassungsgericht

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat dem Heise Zeitschriften Verlag verboten zu Slysoft zu verlinken, einem Hersteller von Software zum Aushebeln des Kopierschutzes. Dagegen legt der Verlag nun Verfassungsbeschwerde ein.

HB DÜSSELDORF. Nach Ansicht des Heise Zeitschriften Verlages verletzt die Entscheidung des OLG München die Pressefreiheit, die in Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert wird.

Das Urteil des OLG werde große Auswirkungen über den konkreten Einzelfall hinaus haben, befürchtet der Chefredakteur von Heise Online, Christian Persson. „Der Online-Journalist wird in Zukunft mit der Schere im Kopf arbeiten und zweimal überlegen, ob er einen Link setzen darf oder nicht“, sagt Persson. Links seien die "Seele des Internets" und nicht nur ein zusätzlicher Service. „In Online-Publikationen ist es selbstverständlich, dass der Journalist seine Quellen offen legt und dem Leser mitteilt, wo er sich direkt informieren kann.“

Bereits im Januar 2005 hatte Heise Online über die neue Version der Software „AnyDVD“ von Slysoft berichtet, die verschiedene Kopierschutzmaßnahmen auf CDs und DVDs umgehen kann. In Deutschland ist die Verbreitung dieser Kopierschutzknacker seit einem Jahr verboten, ebenso wie die Werbung dafür.

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