Hewlett-Packard und Acer bieten AMD Live an
AMD fordert einfacheren Zugang zu Unterhaltungsmedien

Simple Bedienbarkeit und einfacher Zugang zu digitalen Inhalten gehören heute nach Ansicht von Stephen DiFranco, Manager beim Chiphersteller AMD, zu den vordringlichsten Herausforderungen der Unterhaltungselektronik-Industrie.

HB BERLIN. Das fange bereits bei der Fernbedienung an. Auch digitale Unterhaltung wie Musik und Filme müssten von den Inhalte-Anbieter weitaus einfacher zugänglich gemacht werden, als es heute der Fall ist, sagte DiFranco am Samstag auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Internetportal-Betreiber wie Yahoo hätten mit ihren Angeboten bereits einen richtigen Weg eingeschlagen. Der wichtigste Part für die Realisierung der vernetzten Heimunterhaltung komme heute den Inhalte- Anbietern zu, nicht der Technologie-Branche.

Für die Verwirklichung der vernetzten Heimunterhaltung gebe es drei große Herausforderungen, sagte DiFranco. Neben der breiten Verfügbarkeit schneller Interent-Zugänge müssten auch die einzelnen Komponenten miteinander kommunizieren können. Die Elektronikindustrie habe dafür bereits große Anstrengungen unternommen. Diese Probleme seien aber alle technisch lösbar. Die große Herausforderung bleibe heute, den Zugang zu den Medien zu vereinfachen. Zudem lagerten die vielen verschiedenen Medien heute bei den Nutzern überall verstreut - auf dem PC, in der Kamera oder auf einem Server.

Seine neue Unterhaltungsplattform AMD Live will das Unternehmen nach dem Start in den USA nun im Herbst auch in Europa in den Markt bringen. Hersteller wie Hewlett-Packard und Acer werden erste Multimedia-PCs mit AMD Live anbieten, sagte DiFranco. Das aus Hardware und Software bestehende AMD-Live-Paket soll den Rechner zu einer Multimedia-Zentrale machen und die Vernetzung der unterschiedlichen Komponenten in der digitalen Unterhaltung vereinfachen. Der Chiphersteller konkurriert damit direkt mit Marktführer Intel, der mit seiner ViiV-Initiative (gesprochen: weif) ebenfalls ein Verbindungskonzept für die Heimunterhaltung anbietet. Dass künftig der Personal Computer die Zentrale für die digitale Unterhaltung sein wird, glaubt DiFranco im Gegensatz zu anderen Vertretern der IT-Industrie nicht. Der Wert des Computers bestehe darin, die nötige Rechenpower zu liefern. AMD sorge als Prozessor- Hersteller dafür, die nötige Basis für die Verwaltung der digitalen Medien zur Verfügung zu stellen. Dem PC falle zwar ein immer wichtiger Part im Netzwerk zu. "Das Zentrum der digitalen Unterhaltung ist und bleibt aber der Bildschirm", sagte DiFranco.

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