High Speed Downlink Packet Access
Turbo für den drahtlosen Datentausch

Wer DSL-Geschwindigkeiten beim Surfen oder dem Versenden elektronischer Post gewohnt ist, der fühlt sich bei mobilen Datendiensten in die Anfangszeiten des Internet zurückversetzt: Der Aufbau grafiklastiger Seiten dauert ewig, selbst das Verschicken von Mails mit etwas größeren Anhängen erfordert viel Geduld. Mit dem Datenturbo High Speed Downlink Packet Access (HSDPA), dessen Vermarktung seit März läuft, soll sich dies ändern.

DÜSSELDORF. Erster Schritt für schnellere mobile Kommunikation wird die flächendeckende Einführung von UMTS sein, das bringt gegenüber GPRS eine Versechsfachung der Datenübertragung, HSDPA als nächste Variante soll die Geschwindigkeit noch einmal versechsfachen. In einer weiteren, 2007 geplanten Ausbaustufe verdoppeln sich die Datenraten noch einmal. Der Standard baut auf UMTS auf, ein Upgrade von Geräten und Infrastruktur ist also kostengünstig möglich.

Neben schnelleren Datenraten wird HSDPA auch dazu beitragen, dass mehr Nutzer einer UMTS-Zelle gleichzeitig mit hohen Datenraten online gehen können. Technische Anpassungen sollen unter anderem die Fehlerkernennung bei der Übertragung verbessern. T-Mobile bietet noch bis August die Möglichkeit, eine HSDPA-fähige Karte zwei Monate zu testen, bevor eine 24-monatige Vertragsbindung eintritt. Das Tarifgefüge ist nicht ganz einfach: Fällig sind sowohl eine Grundgebühr von monatlich knapp 9 Euro für den Datentarif als auch eine Web?n?walk-Option für 35 Euro. Dazu kommt ein Euro für jeden Tag, an dem man den Service wirklich benutzt. Bei Vodafone nennt sich das entsprechende Produkt Mobile Connect Card UMTS Broadband. Der Betreiber hat Abkommen mit Dell und dem Thinkpad-Hersteller Lenovo geschlossen, die Notebooks mit integriertem Breitbandzugang beziehungsweise der Möglichkeit zur Aufrüstung noch im ersten Halbjahr diesen Jahres auf den Markt bringen wollen. Vodafone will die Versorgung auf alle 1 800 bereits vorhandenen UMTS-Städte ausweiten. Eine Flatrate mit einem Datenvolumen von fünf Gigabyte ist derzeit für knapp 50 Euro zu haben.

Neben Laptops werden auch Handys zunehmend HSDPA-fähig. Benq, das die Handy-Sparte von Siemens übernommen hat, hat ebenso wie Nokia, Samsung, Sony-Ericsson, Motorola und LG Geräte angekündigt, die bis zum Sommer verfügbar sein sollen. Um die hohe Empfangsrate beim Surfen mit einem HSDPA-Handy ausnutzen zu können, muss es per USB-Kabel mit dem Notebook verbunden werden. Gängige Bluetooth-Schnittstellen können die hohe Geschwindigkeit nicht unterstützen. Abhilfe soll eine neue Version mit Übertragungsraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde bringen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%