Hintergrund
Stichwort: Software-Piraterie

Das illegale Kopieren von Software ist längst kein Kavaliersdelikt mehr, sondern wird vielfach von kriminellen Händler- Ringen in großem Maßstab organisiert.

HB HAMBURG. Da die Daten digital vorliegen, ist es im Prinzip relativ einfach, Kopien von Software-Paketen zu erstellen. Die Hersteller verwenden deshalb verschiedene Kopierschutzmaßnahmen oder Aktivierungs-Schlüssel, die der Nutzer für die Installation angeben muss. Vielfach lässt sich der Kopierschutz jedoch mit Hilfe von spezieller Software umgehen. Über das Internet werden sogar Seriennummern und Aktivierungscodes zum Installieren illegaler Software angeboten.

Als rechtswidrig gilt bereits, wenn ein Anwender ein nur für den Eigenbedarf gekauftes Software-Paket wie etwa Microsofts „Office“ auf mehr als einem Rechner installiert, ohne dafür entsprechende Lizenzen erworben zu haben. Das illegale Kopieren von Software fügt nach Schätzungen von Branchenverbänden allein in Deutschland der Software- Branche Verluste in Milliardenhöhe zu. Mehr als ein Drittel der in Westeuropa verwendeten Software-Pakete soll nach Angaben des Branchenverbandes Business Software Alliance (BSA) illegal sein.

Die Software-Piraterie ist ein internationales Problem. Bei der Nutzung raubkopierter Software erreicht Vietnam nach einer im Sommer veröffentlichten BSA-Studie mit 94 % den weltweit höchsten prozentualen Anteil. Auf Herstellerseite muss Chinas Software- Industrie mit rund 2,4 Mrd. $ die größten Umsatzeinbußen durch illegales Kopieren verkraften.

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