Hoch auflösender Standard
HDTV spaltet die Fernsehbranche

Von HDTV mit seinen gestochen scharfen Bildern schwärmt die Geräte-Industrie seit Monaten. In der Fernsehbranche hingegen sorgt das hochauflösende Fernsehen nicht für Euphorie. Die meisten Sender scheuen die hohen Kosten, die durch die Einführung von HDTV entstehen.

BERLIN. "Die Kosten sind außerordentlich hoch. Für uns in der ARD ist klar, dass in den nächsten Jahren das Programm noch nicht in HDTV produziert werden kann", sagt ein Sprecher des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Auch RTL, Deutschlands größter Privatsender, gibt sich zurückhaltend. "HDTV sorgt für deutlich höhere Kosten in der Produktion", berichtet ein Sprecher der Bertelsmann-Tochter.

HDTV spaltet die Fernsehbranche in zwei Lager. Während ARD, ZDF und RTL noch abwarten, stürmen die Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 und der Bezahlsender Premiere nach vorn. Der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 wird ab Ende Oktober seine beiden Kanäle Sat 1 und Pro Sieben im neuen Fernsehstandard im Breitbildformat 16:9 über den Astra-Satelliten ausstrahlen. "HDTV ist ein Quantensprung", sagt Vorstandschef Guillaume de Posch. Pro Sieben und Sat 1 werden damit die ersten frei empfangbaren Kanäle sein, die im Regelbetrieb in hoch auflösender Qualität zu empfangen sind. Über Kabel und Funk werden die Sender jedoch nur in herkömmlicher Qualität ausgestrahlt.

Sat 1 und Pro Sieben werden mit ihrem Vorstoß nicht lange allein bleiben. Bereits im November wird auch der Bezahlsender Premiere mit drei HDTV-Kanälen - mit Filmen, Dokumentationen und Sport - an den Start gehen.

Auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) steht das High Definition Television (HDTV) im Mittelpunkt. Der Wechsel vom analogen zum digitalen Fernsehen soll der Unterhaltungsindustrie steigende Umsätze bescheren. Denn um die glasklaren HDTV-Bilder zu genießen, braucht der Konsument Flachbildschirme in LCD- oder Plasmatechnik.

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