Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL
Marktöffnung treibt Breitband-Verbreitung

Eine Nicht-Regulierung des neuen Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) der Deutschen Telekom würde massive ökonomische Nachteile für Nachfrager und Anbieter mit sich bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die zwei Wissenschaftler im Auftrag des Verbands der Telekom-Konkurrenten (VATM) erstellt haben.

DÜSSELDORF. Sollte das neue Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL) der Deutschen Telekom nicht der Regulierung unterworfen werden, würde das die Verbreitung des schnellen Internets in Deutschland behindern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die zwei Wissenschaftler im Auftrag des Verbands der Telekom-Konkurrenten (VATM) erstellt haben.

Demnach entstünden bis zum Jahr 2010 2,3 Millionen Breitbandanschlüsse weniger als im Fall eines regulierten VDSL-Netzes. Statt bei 23 Millionen Breitbandanschlüssen läge die Zahl der schnellen Datenleitungen bei 20, 7 Millionen . Gleichzeitig würde nach Einschätzung der Studie den Wettbewerbern der Telekom Umsatz in Höhe von 1,6 Milliarden Euro entgehen. „Eine Nicht-Regulierung brächte massive ökonomische Nachteile für Nachfrager und Anbieter mit sich“, sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Die Telekom will ihr Netz für drei Milliarden Euro mit super schnellen Glasfaserleitungen ausbauen. VDSL ermöglicht das Herunterladen von bis zu 50 Megabit an Daten pro Sekunde und übertrifft damit die heute gängigen DSL-Geschwindigkeiten um das 25- bis 50-fache. Damit wird unter anderem hochauflösendes Fernsehen per Internet möglich.

Um die Regulierung des Netz tobt seit Monaten ein Streit. Die Telekom will zumindest in den ersten Jahren alleine über die Megaleitungen bestimmen, um eine angemessene Rendite für ihre Investitionen erzielen zu können. Die Bundesregierung hat vor, ihr dabei den Rücken zu stärken - trifft aber auf massive Widerstände von der EU-Kommission in Brüssel.

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