Hochstimmung auf der IFA
Branche boomt durch neue Technik

Die Internationale Funkausstellung (IFA) erfüllt die hochgesteckten Erwartungen der Industrie. Die Aussteller sind mit der Nachfrage des Handels auf der weltgrößten Branchenschau absolut zufrieden, sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.

HB BERLIN. Die lange mit Umsatzsorgen und wegen des Preisverfalls vor allem mit Margenproblemen kämpfende Branche wird plötzlich von einem Boom mit zweistelligen Zuwächsen überrascht. Auf der weltgrößten Branchenschau in Berlin bestellen die Händler in kaum erwartetem Ausmaß.

Die Branche in Deutschland erwartet in diesem Jahr einen zweistelligen Zuwachs und erstmals einen Gesamtumsatz von über 20 Mrd. Euro. Auf der IFA zeigen über 1 200 Aussteller aus 40 Ländern vielfältige Neuheiten und Weiterentwicklungen. Nach Angaben von Messe-Geschäftsführer Christian Göke sind bisher deutlich mehr Fachbesucher aus den Bereichen Industrie und Handel in die Hallen unter dem Funkturm gekommen.

Die Zauberworte heißen hochauflösendes Fernsehen HDTV und digitale Technik. Wermutstropfen für die Konsumenten: Angesichts der großen Nachfrage dürfte es bei einigen Produkten wie flache TV-Geräte mit dem rapiden Preisverfall vorerst vorbei sein. Gefragt sind großformatige LCD- und Plasma-Fernseher, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Rainer Hecker, schon zur Halbzeit. Und der Kauf der Geräte ziehe die Bestellung anderer Digitalprodukte nach sich.

Hitachi-Manager Carsten Landshöft sagt: "Wir sind mit der IFA äußerst zufrieden. Es war eindeutig eine Auftragsmesse." Wie andere Unternehmen schließt Landshöft wegen der großen Nachfrage für LCD- Fernsehgeräte Lieferengpässe nicht aus. Dies habe dann natürlich auch Auswirkungen auf die Preise. "Erstaunlich war, dass die Händler bereits vom ersten Tag an geordert haben. Sonst waren die Einkäufer zum Auftakt immer etwas zögerlich", lautet das Fazit von Klaus Petri von Philips. Petri erwartet, dass zum Messe-Ende ein dreistelliger Millionenbetrag in den Auftragsbüchern stehen wird. Panasonic hat Sprecher Peter Weber zufolge seine gesetzten Ziele bereits nach vier von sechs IFA-Tagen erreicht. Auch der Kronacher TV-Geräte-Hersteller Loewe spricht von einem viel besseren Geschäft als bei der IFA 2003.

Die meisten Hersteller wollen mit neuen Plasma- und LCD- Flachbildschirmen die Kauflust der Kunden wecken. Toshiba und Canon arbeiten allerdings schon an einer Weiterentwicklung. Die von ihnen gemeinsam entwickelte Display-Technologie SED soll ab 2006 die Qualität heutiger Flachbild-Fernseher revolutionieren. Das Surface- conduction Electron-emitter Display soll die Vorzüge eines Plasma- oder LCD-Panels und die Stärken der Röhren-Fernseher verbinden. Die bereits totgesagte Röhre werde aber noch ein langes Leben haben, lautet die Prognose des chinesisch-französischen Herstellers TTE mit der Marke Thomson in Deutschland.

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