Hoffnungsträger
Microsoft zeigt das neue Windows 7

Windows 7 soll der Garant für Microsofts Vorherrschaft auf dem PC werden. Der neue Hoffnungsträger des Softwaregiganten soll spätestens im Jahr 2010 das kriselnde Betriebssystem "Vista" ablösen. Trotz schwächelnder Sparten und einer schwierigen Konjunkturlage sehen Experten den Konzern als sicheren Hafen.

DÜSSELDORF. Auf einer Softwareentwickler-Konferenz in Los Angeles wird Microsoft Dienstagmorgen US-Zeit weitere Details seines neuen Hoffnungsträgers Windows 7 enthüllen. Das Betriebssystem soll spätestens Januar 2010 das viel kritisierte "Vista" ablösen. Vom Erfolg hängt viel ab, Windows ist noch immer der wichtigste Geschäftszweig des US-Softwarekonzerns.

Im abgelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres entfielen vom Gesamtumsatz von 15,1 Mrd. Dollar allein 4,2 Mrd. Dollar auf die Sparte Client-Software. Hier sind alle Versionen des Windows-Betriebssystems gebündelt. Während der Gesamtumsatz um neun Prozent kletterte, legte die Windows-Sparte nur zwei Prozent zu. Das Betriebsergebnis der Sparte sank sogar um vier Prozent auf 3,26 Mrd. Dollar; der Gesamtkonzern verdiente operativ mit 5,99 Mrd. Dollar drei Prozent mehr.

Bei Vorlage der Quartalszahlen räumte Microsoft-Finanzvorstand Chris Liddell auch ein, dass das Weihnachtsquartal kritisch werden wird. Allerdings sieht sich das Software-Haus noch nicht signifikant betroffen. Für das gesamte Geschäftsjahr, das bis Mitte 2009 läuft, wird weiter mit steigenden Umsätzen gerechnet. Ein wichtiger Grund: Microsoft hat langlaufende Verträge mit Geschäftskunden. Dadurch wird ein signifikanter Umsatzanteil unabhängig vom Konjunkturverlauf eingehen.

Gerade in Krisenzeiten ist es unwahrscheinlich, dass Unternehmen radikale Investitionen in neue Softwarestruktur tätigen, statt das bestehende System zu optimieren. Die Profi-Sparte "Server und Tools" bei Microsoft setzte entsprechend mit 3,4 Mrd. Dollar im Quartal sogar 17 Prozent mehr um und verdiente mit 1,15 Mrd. Dollar 20 Prozent mehr. Der Business-Bereich ("Microsoft Office") legte ebenfalls mit 4,9 Mrd. Dollar und Plus 20 Prozent kräftig zu.

Doch auch Liddell setzt nicht nur auf die Treue der Kunden. Im Konzern sollen gut 500 Mio. Dollar eingespart werden. Am Freitag profitierte die Microsoft-Aktie an der Wall Street. Sie verlor deutlich weniger als der sehr schwache Gesamtmarkt. Analysten sehen Microsoft durch sein breites Produktportfolio mittlerweile als eine Art "sicherer Hafen" in der Softwareindustrie und zeigten sich positiv angetan von Zahlenwerk und Aussichten.

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