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Hollywood-Stars schreiben Tagebuch im Internet

Mehr als 300 Prominente aus Film, Fernsehen, Literatur und Politik wollen sich künftig mit Kommentaren zu aktuellen Ereignissen im Internet äußern. Die US-Publizistin Arianna Huffington hat eine Webseite eröffnet, auf der Prominente unzensiert zu Wort kommen.

dpa NEW YORK. Mehr als 300 Prominente aus Film, Fernsehen, Literatur und Politik wollen sich künftig mit Kommentaren zu aktuellen Ereignissen im Internet äußern. Die US-Publizistin Arianna Huffington hat eine Webseite eröffnet, auf der Prominente unzensiert zu Wort kommen.

Hollywood-Stars Warren Beatty und Diane Keaton machen bei dem Online-Tagebuch ebenso mit wie der Regisseur Mike Nichols, Musikmogul David Geffen, Schriftsteller Norman Mailer und der ehemalige US-Senator und Präsidentschaftskandidat Gary Hart.

In einem der ersten Beiträge für die Webseite „Huffington Post“ machte sich Hart am Dienstag Gedanken über Washingtons Vorgehen im Irak. Unter der Schlagzeile „Exit or Empire“ überlegte Hart, ob die US-Regierung im Schild führe, sich auf Dauer in Bagdad zu etablieren - und regte etliche Leser damit zu weiteren Kommentaren an.

Für den Regisseur und Schauspieler Beatty ist der größte Anreiz, dass die Autoren in Huffingtons Weblog „nicht fürchten müssen, überarbeitet oder gar wegen ihrer Ansichten gefeuert zu werden“. Huffington stelle ein Forum zur Verfügung, das keinem der großen Verlagshäuser gehöre, betonte Beatty gegenüber der „Washington Post“. Huffington (54) selbst nennt Weblogs „den größten Durchbruch im populären Journalismus seit Tom Paine“, einem Autoren aus den Tagen der Amerikanischen Revolution vor mehr als 200 Jahren.

Die Talkmasterin Ellen Degeneres rief bei der offiziellen Eröffnung des Weblogs am Montag zum Schutz von Amerikas Wildpferden auf. Diese würden trotz einer Schutzregelung durch den US-Kongress meist doch gefangen und zu Hundefutter verarbeitet, klagte Degeneres in der „Huffington Post“.

Die konservative Zeitschrift „L.A. Weekly“ nannte den Auftakt „entsetzlich“ und sagte Huffingtons Weblog (oder kurz Blog) am Dienstag das gleiche Schicksal wie den Magazinen „Talk“ von Tina Brown und „George“ von John F. Kennedy Jr. voraus. Beide waren nach relativ kurzer Zeit und großen Verlusten eingestellt worden.

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