IBM stellt Second-Life-Regeln auf
„Immer schön anständig bleiben“

Der Rummel um die virtuellen Welten ist groß, und bisher konnte jeder dort auch fast alles treiben, was er wollte. Das dürfte nun vorbei sein. Als vermutlich erstes Großunternehmen hat IBM einen Katalog von Regeln für das Verhalten in Second Life und Co. aufgestellt.

HB SAN FRANCISCO. Zu den offiziellen Richtlinien gehört die Mahnung, auf eine schrille Gestaltung des eigenen Avatars und seiner Kleidung zu verzichten. Insbesondere bei Begegnungen mit IBM-Kunden müsse sorgsam geprüft werden, ob das äußere Erscheinungsbild auch angemessen sei.

Wenn eine digitale Persönlichkeit für geschäftliche Zwecke von IBM zum Einsatz komme, sei darauf zu achten, dass diese nicht gegen die Verpflichtungen des Mitarbeiters verstoße, heißt es in den Regeln. An anderer Stelle wird ganz allgemein gefordert: „Be a good 3D Netizen!“ (Seien Sie ein guter Bürger im 3D-Internet). Die Regeln sollten zu einem ethischen Verhalten in einem Umfeld anleiten, in dem andere oft auf wüste Weise ihre Phantasien auslebten, erklärte die für 3D-Internet-Initiativen zuständige IBM-Managerin Sandy Kearney.

Es wird geschätzt, dass etwa 5 000 IBM-Mitarbeiter eine virtuelle Identität in Second Life und anderen Welten wie Entropia, Forterra oder there.com führen. Auch Intel bereitet seine Mitarbeiter auf Auftritte in Second Life vor und will dazu nach Angaben einer Sprecherin freiwillige Kurse anbieten. Intel hat sich kürzlich auch den Firmennamen als Nachnamen von Second-Life-Avataren sichern lassen.

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