IFA 2009
HDTV steht in den Startlöchern

Dieses Jahr steht die IFA ganz im Zeichen von HDTV, dem Fernsehen mit hoher Bildauflösung. Im Februar gehen ARD und ZDF mit ihren Programmen dauerhaft in HD auf Sendung. Wer den technischen Quantensprung live miterleben will, findet jetzt die passenden Geräte dazu. Handelsblatt.com verrät, was die Zukunft des Fernsehens bringt – und was Sie dafür benötigen.

BERLIN. Nachdem schon seit einiger Zeit verschiedene Pay-TV-Sender, Anixe HD und Arte HD per Satellit in hoher Auflösung zu empfangen sind, bricht demnächst auch bei ARD und ZDF das HD-Zeitalter an. Erstes Anzeichen war die Ausstrahlung der beiden Programme in HD während der Leichtathletik-WM im August, während der IFA sendet zudem der Sender EinsFestival wie in den vergangenen Jahren hochauflösende Bilder von der Messe. Für das Weihnachtsprogramm 2009 sind darüber hinaus weitere HD-Beiträge vorgesehen.

Der HDTV-Regelbetrieb, also die Ausstrahlung von ARD und ZDF in HD rund um die Uhr, wird dagegen zu den olympischen Winterspielen im Februar 2010 gestartet. Bevor die neue technische TV-Qualität über den heimischen Bildschirm flimmern kann, stellen sich jedoch einige Fragen: Was sind die technischen Besonderheiten von HDTV? Wie lassen sich HDTV-Sender empfangen? Was braucht man dazu? Und welche HD-Sender wird es geben?

HDTV erlaubt eine erheblich verbesserte Bildqualität, gerade bei Sportübertragungen oder Spielfilmen. Mit Empfangsgeräten, wie sie etwa in älteren Fernsehern oder älteren Satelliten-Receivern zu finden sind, werden die hochauflösenden Bilder jedoch nicht zu empfangen sein. Daran sind einige technische Unterschiede zu den bisherigen Fernsehstandards Schuld: HDTV-Bilder werden vor allen Dingen in höherer Bildauflösung ausgestrahlt. Nicht in der bisher üblichen PAL-Norm mit 768x576 Bildpunkten, sondern in den beiden Standards 720p und 1080i.

Nutzer einer Satelliten-Anlage haben die besten Karten

720p bedeutet, dass das Bild in einer Auflösung von 1280x720 Pixeln und im Vollbildverfahren gesendet wird, 1080i steht für eine Auflösung von 1920x1080 Pixeln und das Zeilensprungverfahren. Darüber hinaus werden die Fernsehbilder als digitaler Datenstrom versendet, der mit dem MPEG-4/H.264-Verfahren komprimiert wird. So lässt sich die Menge der übertragenen Daten bei gleich bleibender Bildqualität reduzieren und gleichzeitig Übertragungskapazitäten sparen.

HDTV kann theoretisch auf allen drei digitalen Übertragungswegen auszustrahlen: Per Kabel, per Satellit und terrestrisch als digitales DVB-T-Signal. Die Ausstrahlung per DVB-T ist jedoch in absehbarer Zeit aus Kostengründen nicht zu erwarten. Nutzer einer Satelliten-Anlage haben die besten Karten: Sie können HDTV in ganz Deutschland flächendeckend und direkt mit dem Start empfangen. Die HD-Kanäle von ARD und ZDF sind schon jetzt mit einem „Showcase“ per Astra-Satellit auf Sendung.

Die verschiedenen regionalen TV-Kabelgesellschaften werden die HD-Programme dagegen voraussichtlich erst nach und nach einspeisen. Grund ist die hohe Übertragungskapazität, die das HD-Signal in Anspruch nimmt. Derzeit noch laufende Verhandlungen mit den TV-Sendern über höhere Einspeisungsgebühren verhindern etwa laut Kabel Deutschland eine verbindliche Aussage über Zeitpunkt und Umfang der Verfügbarkeit von HD-Sendern. Das Netz sei aber voll ausgebaut und digitalisiert und bestens auf die HDTV-Zeit vorbereitet.

KabelBW in Baden Württemberg scheint dagegen einen größeren Ehrgeiz zu haben, seinen Kunden ein umfassendes HD-Angebot zukommen zu lassen: Bereits jetzt werden dort die HD-Testprogramme von ARD und ZDF eingespeist, dazu die HD-Sender der Sky-Gruppe und die frei empfangbaren Sender Anixe HD, Luxe HD, HD Campus TV, Euro1080/HD1 und Deluxe Lounge HD. Bei Kabel Deutschland sind derzeit Discovery HD und Sky Sport HD aus dem Sky-PayTV-Paket zu empfangen.

Seite 1:

HDTV steht in den Startlöchern

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%