IFA
Besondere Unterhaltung nach Sendeschluss

Auf der Funkausstellung IFA gibt es nicht nur Fernseher und Stereoanlagen. Bei Philips geht das Entertainment neuerdings noch weiter, etwa mit dem HF8400/01. Das sanft gerundete Etwas sieht aus wie eine Computermaus, hat Knöpfe, ist aber nicht für den Schreibtisch bestimmt. Es handelt sich um ein vorwärmbares Massagegerät für Paare. Willkommen in der neuen Unterhaltungselektronik.
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BERLIN. Ein nachgebautes Wohnzimmer mit Fernseher und HiFi-Anlage gab es immer schon auf dem Messestand. Aber in diesem Jahr geht bei Philips das Entertainment auch dann weiter, wenn das Licht erloschen und der Flachfernseher ausgeschaltet ist.

Im kuscheligen Schlafzimmer in der Halle 22 auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm liegt, dezent platziert, aber trotzdem kaum zu übersehen, ein sanft gerundetes Etwas wie ein Kieselstein oder eine Computermaus. Es hat Knöpfe, ist aber nicht für den Schreibtisch bestimmt.

Das HF8400/01 für 149 Euro gehört zum Bereich „Relationship Care“ und das vorwärmbare Massagegerät für Paare ist „zum Auflegen, nicht zum Einführen“ designt, wie Philips freimütig erklärt. Willkommen in der neuen Unterhaltungselektronik.

„Immerhin 40 Prozent der von uns befragten Paare in Großbritannien nutzen bereits irgendein Hilfsmittel für die Stimulation und 35 Prozent würden es gerne mal versuchen, aber sie scheuen davor zurück, in dubiose Geschäfte zu gehen oder werden von der schlechten Qualität und lieblosem Design angebotener Produkte abgeschreckt“, erklärt Philips-Lifestylechef Andrea Ragnetti. Philips kann und will da in Zukunft aushelfen.

Ragnetti leitet die im Januar 2008 zusammengeführte Einheit Lifestyle bei Philips, die von Kaffeemaschinen über gigantische LCD-Fernseher bis zu Kaffeemaschinen und erotischen Massagegeräten mittlerweile alles herstellt. „Wir haben rund 24 000 Mitarbeiter in einer neuen Einheit zusammengeführt“, sagt Ragnetti im Gespräch mit dem Handelsblatt, „rund 200 Mio. Euro in Synergieeffekten gehoben und jetzt müssen wir noch unseren Platz innerhalb von Philips finden.“

Seine Vorbilder sind dabei zahlreich und heißen Apple, Miele oder Loewe. „Wenn Loewe oder Miele wesentlich weniger Umsatz machen als die Massenhersteller, aber mehr verdienen, dann ist die Botschaft klar“, sagt er: lieber verdienen in der Nische als darben in der Masse. Ragnetti sieht sich jetzt mit seiner Sparte gut aufgetellt. Nicht freiwillig, aber immerhin. „Als wir Anfang 2008 anfingen umzubauen, gab es noch keine Krise. Jetzt ist sie da und wir sind fertig. Die Konkurrenz fängt gerade erst an uns ist gleichzeitig gefangen im Kampf um Marktanteile.“

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