Ifa-Neuheiten
Angriff auf Apples iPad

Fast zwei Jahre dauerte es, bis die Elektronikkonzerne auf das iPhone reagierten. Beim iPad reagiert die Konkurrenz nun schneller: Auf der Ifa starten die Rivalen nicht einfmal sechs Monate nach der Einführung die Attacke auf das iPad. Auch wenn die Aufholjagd schwierig wird: Die Chancen stehen gar nicht so schlecht.
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BERLIN. Die Zeit der Schaumschläger ist vorbei. Auf der Ifa in Berlin werden große Namen der IT-Industrie von Acer bis Samsung ihre Antworten auf Apples iPad vorstellen, jenes Gerät, das eine Mischung aus Smartphone und Laptop ist.

Die meisten Geräte werden noch vor dem Weihnachtsgeschäft in die Märkte kommen, rund ein halbes Jahr nach dem iPad-Verkaufsstart. Die Botschaft ist klar: Noch einmal wird man Steve Jobs keine zwei Jahre Zeit geben, um einen Markt zu erobern. So lange hatte die Konkurrenz gebraucht, um auf das Kulthandy iPhone zu reagieren. Doch schneller sein, das ist leicht gesagt.

Messe Berlin Halle 7.2b: In einem Hinterzimmer holt Jodan Popov, der Produktmanager bei Hannspree, ein Tablet-PC hervor, das wie ein iPad aussieht. Aber auf dem schnellen Multitouch-Bildschirm läuft Googles Betriebssystem Android.

Die kleinen Icons (Schaltflächen) auf der selbst gestalteten Benutzeroberfläche reagieren blitzschnell auf jeden Fingerdruck. Es gibt USB-Anschlüsse und einen Ausgang für den Flachfernseher. „Wir werden spätestens im November im Markt sein“, freut sich Popov. Hannspree ist in Taiwan beheimatet, setzte 2009 rund 450 Millionen Dollar um und will dem iPad-Konkurrenz machen.

Der nächste folgt am Abend. Es ist Samsung, der weltgrößte Elektronikkonzern. Hinter verschlossenen Türen wird das Galaxy Tab vorgestellt. Der zweitgrößte Mobiltelefonhersteller der Welt gibt Journalisten einen ersten Blick auf Koreas Antwort auf Apple. Auch Toshiba, und damit der erste große Japaner, wird nach Handelsblatt-Informationen auf der Funkausstellung die Hatz auf Apple-Chef Steve Jobs eröffnen. Das „Folio“ mit 10-Zoll-Bildschirm, Android und einer integrierten Web-Kamera könnte schon im September in den Regalen liegen. Toshiba wollte die Informationen nicht kommentieren.

Keine sechs Monate nach dem iPad-Start hat sich die Konkurrenz eingeschossen. Das Tempo hat einen Grund. Als 2007 das iPhone auf den Markt kam, verfielen die Mobiltelefon-Hersteller in Schockstarre. Fast zwei Jahre dauerte es, bis ihnen ausgerechnet der branchenfremde Webgigant Google mit seinen Betriebssystem Android ermöglichte, auf die Herausforderung zu reagieren.

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