IFA-Trend Internet-TV: Web-Giganten kämpfen um das Fernsehen der Zukunft

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Web-Giganten kämpfen um das Fernsehen der Zukunft

Der Fernseher bleibt im Wohnzimmer – doch sonst ändert sich alles: Über den Schirm schauen die Bewohner bei Facebook rein, laden sich DVDs aus dem Netz oder telefonieren mit Oma über Skype. Die elektronischen Butler stehen im Zentrum der 50. Ifa. Um die Belieferung der Inhalte im Fernsehmarkt der Zukunft kämpfen inzwischen die Web-Giganten Amazon und Google gegen das Internet-TV-Angebot von Apple.
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DÜSSELDORF. Das Geheimnis wurde erst ganz zuletzt gelüftet. Google-Chef Eric Schmidt wird die Abschlusskeynote auf der Ifa 2010 in Berlin halten. Für die klassische TV-Industrie ist Schmidts Auftritt mehr als ein Omen. "Nun ist das Internet endgültig in der alten TV-Welt angekommen", kommentiert Nikolaus Mohr, Geschäftsführer und Medienexperte bei Accenture Deutschland.

Auch der Internet-Riese Amazon will dabei offenbar mitmischen. Der Online-Händler will laut "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, Abonnenten unbegrenzten Zugang zu einigen Filmen und Fernsehsendungen gewähren. Der US-Konzern habe dazu Kontakt mit Medienriesen wie Time Warner und Viacom aufgenommen. Amazon-Vertreter waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Apple drängt ebenfalls ins schnell wachsende Internet-TV. Branchenkenner rechnen damit, dass der Elektronikkonzern am Abend eine neue Version seiner Fernsehbox Apple TV vorstellt, die von Apple TV in iTV umbenannt werden soll. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will Apple am Abend eine Kooperation mit dem in den USA beliebten Online-Filmverleih Netflix vorstellen. Für knapp 10 Dollar können die Nutzer alle Serien und Kinofilme unbegrenzt sehen - entweder per Streaming übers Internet oder als DVD beziehungsweise Blue-Ray-Disc per Postversand. Auch das Videoportal Youtube experimentiert mit Bezahlinhalten. Nach einem Bericht der "Financial Times" verhandelt die Google-Tochter momentan mit einer Reihe von Hollywood-Studios.

Der Kampf um die Vormachtstellung im Internet-TV ist also voll entbrannt. "Wir werden bald einen multimedialen Showdown erleben. Alle, von den lokalen Stadtwerken über TV-Hersteller bis zu Web-Giganten, werden sich in der Heimvernetzung tummeln, und jeder will seinen Teil abhaben", sagt Medienexperte Mohr. Das Netzwerk zu Hause ist Realität, das wird die Ifa ab Freitag zeigen.

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  • interessante Sache, nur wann wird es das geben?
    in den Gemeinden geben, in denen zur Zeit iSDN das äußeste an Geschwindigkeit ist ?

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