IFA
Gründerpreise für Roboter-Baukasten und Panorama-Wurfkamera

Ideen für neue Geschäftsideen gibt es reichlich. Aber am Anfang stehen die Gründer oft vor Problemen. Das Wirtschaftsministerium will Startups mit einem Wettbewerb fördern. Die Preise wurden jetzt auf der IFA verliehen.
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BerlinEine Kamera in Fußballform, die aus der Luft ein 360-Grad-Panorama aufnimmt: Für diese Idee sind Entwickler aus der Computer Graphics Group der TU Berlin in einem Wettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet worden. Bei der Preisverleihung auf der Technik-Messe IFA in Berlin erhielten Firmengründer aus Chemnitz, Dresden, Leipzig und Ulm die weiteren Hauptpreise, die mit jeweils 30.000 Euro dotiert sind.

Die Panorama-Wurfkamera sei mit 36 Kameramodulen von Handys bestückt, erklärte einer der Entwickler, Björn Bollendorff. Künftig solle das Gerät auf Tennisball-Größe schrumpfen. Gedacht sei die spezielle Panoramakamera für Hobby-Anwender, aber auch für die Dokumentation von Katastropheneinsätzen oder für Journalisten in Krisengebieten. Auf der IFA wurde die Kugel mehr als fünf Meter in die Luft geworfen und erfasste auf dem Höhepunkt das gesamte Messegelände, ehe sie auf den Rasen fiel.

Die weiteren Preisträger haben Lösungen für die Signalverarbeitung in der Automobilindustrie (Baselabs, Chemnitz), ein Telefon für taubblinde Menschen (Hapticom, Dresden), einen Roboter-Baukasten für Kinder (Kinematics, Leipzig) und eine 3D-Brille für virtuelle Welten (ImmerSight, Ulm) entwickelt. Weitere 13 Preise, jeweils mit 6000 Euro dotiert, gingen unter anderem an verschiedene Cloud-Dienste sowie an einen Software-Baukasten für die Organisation von Seminaren oder Kongressen (Eventpal). An dem Wettbewerb nahmen insgesamt 242 Projekte teil.

Die Förderung von Startups sei ein wichtiges Anliegen der Politik, sagte Andreas Goerdeler, der im Bundeswirtschaftsministerium für Fragen der Informationsgesellschaft zuständig ist. In der Informationstechnik biete sich Firmengründern, „eine Chance mit relativ geringen eigenen Mitteln erst einmal den Einstieg zu schaffen“.

Die Startup-Unternehmer stehen oft vor ähnlichen Herausforderungen. „Im Moment suchen wir noch nach Finanzierungsmöglichkeiten und nach Kontakten in der Spielzeugindustrie“, sagte Matthias Bürger von Kinetematics, dem Leipziger Entwickler eines Roboter-Baukastensystems für Kinder.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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