De-Mail und E-Postbrief
Wann haben Stift und Brief ausgedient?

Neue Onlinebriefe sollen vertrauliche Kommunikation erlauben. Für Verbraucher sind die Angebote bislang nur wenig interessant. Anders sieht es bei Unternehmen aus, die Geld sparen können.
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BerlinDas Internet ist für die Mehrzahl der Menschen aus ihrem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und dennoch kommen sie häufig um Stift, Briefmarke und den Gang zur Post nicht herum. Was in Zeiten von E-Mail und Facebook-Nachrichten fast anachronistisch wirken mag, ist in vielen Fällen notwendig. Abhilfe schaffen sollen Onlinebriefe: Nach langem Hin und Her starten zur Elektronikmesse IFA in Berlin nun die ersten Anbieter die sogenannte De-Mail für Privatkunden. Doch der Start dürfte weiter schleppend verlaufen - denn wirkliche Vorteile für Verbraucher bringt das System kaum.

"De-Mail ist verbindlich, bequem, sicher, Zeit und Kosten sparend", werben die Deutsche Telekom und der Internetanbieter 1&1, der wie GMX und web.de eine Tochter von United Internet ist, für ihren staatlich zertifizierten Onlinebrief. "De-Mail kombiniert die Vorteile des Internets mit denen schriftlicher Kommunikation", sagt Telekom-Chef René Obermann. Einen anderen Weg geht bislang die Deutsche Post: Sie bietet seit längerem den E-Postbrief an, der mit der De-Mail nicht kompatibel ist. Der Konzern wirbt damit, dass das eigene Angebot dafür viel mehr Funktionen habe. Trotzdem will die Post ab Ende des Jahres auch De-Mail anbieten.

E-Postbrief und De-Mail bieten den Kunden tatsächlich etwas mehr Sicherheit als E-Mails. Die Nutzer müssen sich bei der Einrichtung ihres Postfachs identifizieren - der Empfänger kann im Gegensatz zur leicht zu fälschenden E-Mail also relativ sicher sein, von wem ein Schreiben stammt.

Trotzdem lohnten sich die neuen Angebote vor allem für Unternehmen und Behörden, die Briefe in großem Maß verschicken - wo also die Kosten für Papier, Briefumschläge und Druck neben dem Porto ins Gewicht fallen. "Für den privaten Nutzer ist das mit wenig Nutzen verbunden", sagt Michael Bobrowski vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

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Wann haben Stift und Brief ausgedient?

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Noch kein voller Ersatz für den unterschriebenen Brief

Kommentare zu " De-Mail und E-Postbrief: Wann haben Stift und Brief ausgedient?"

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  • Die De-Mail wird es nicht erst ab der ifa geben. Dies ist lediglich der Zeitpunkt, an dem die Telekom plant, ihre Dienst zur Verfügung zu stellen. Die FP-Tochter Mentana-Claimsoft bietet seinen Kunden die De-Mail Dienste bereits seit einem halben Jahr an. De-Mail-Kunden können entscheiden, ob sie ihre De-Mail Ende-zu-Ende verschlüsselt haben möchten oder nicht. Zudem sind die De-Mail und der ePostbrief nicht miteinander vergleichbar. Der ePostbrief ist kein rechtssicheres Mailverfahren. Er ist, im Gegensatz zur De-Mail, weder zum De-Mail Gesetz konform, noch ist eine Zertifizierung durch das BSI erfolgt. Jürgen Vogler, Produktmanager E-Business, Francotyp-Postalia


  • Aha, Werbung also, Aber dass Sie Monatelang über die DE-Mail berichten, das ist dann keine Werbung für ein Produkt, welches nur in Deutschland funktioniert, nicht sicher ist und nicht dem Postgeheimnis unterliegt? Schöne Doppelmoral.

  • Ohne echte Ende-zu-Ende Verschlüsselung kann man den ganzen Kram in die Tonne treten, am besten mal [...] anschauen. Innovativ, aus Deutschland und sicher. Darüber sollten Sie mal schreiben und nicht immer wieder den DE-Müll aufwärmen. +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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