IFA

Fernsehsender gleichen Lautstärke an

RTL schrill, ZDF leise? Damit soll bald Schluss sein. Zum Start der IFA in Berlin gleichen die deutschen Fernsehsender ihre Lautstärkepegel an.
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Besucher der IFA 2009 vor Fernsehern mit TV-Programm. Die deutschen Sender passen ihr Lautstärkeniveau an. Quelle: dpa

Besucher der IFA 2009 vor Fernsehern mit TV-Programm. Die deutschen Sender passen ihr Lautstärkeniveau an.

(Foto: dpa)

BerlinMit dem Start der Internationalen Funk-Ausstellung (IFA) an diesem Freitag wollen die öffentlich-rechtlichen TV-Anbieter und ihre privaten Konkurrenten ihre Programme mit einheitlicher Lautstärke ausstrahlen, wie die ARD-Geschäftsführung am Montag mitteilte.

„Lautstärkesprünge“ beim Umschalten zwischen den Sendern sowie zwischen den Programmbeiträgen innerhalb eines Senders sollen deutlich verringert werden, hieß es. Dies gelte grundsätzlich für alle Programmbeiträge, also auch für Werbung und Trailer.

Was uns die IFA smartes beschert
Smart TV
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Smart TV: Zuletzt haben die Livestreams bei den Olympischen Sommerspielen demonstriert, wie wichtig die Bilder aus dem Internet geworden sind. Die TV-Geräte mit Internet-Anschluss bringen klassisches Fernsehen und Online-Dienste zusammen. Das können auch Angebote von Online-Videotheken oder Facebook sein. Auf der diesjährigen IFA werden mehr Fernseher denn je auch ins Internet gehen können.

Japan Sony Panasonic
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OLED: Die Elektronik-Konzerne haben jahrelang an der Technik geforscht. Die OLED-Displays (Organic Light-Emitting Diode) haben kontrastreiche Farben und sind noch deutlich dünner als aktuelle LCD-Bildschirme. Weil sie aber auch deutlich teurer waren, kamen sie bisher vor allem in Handys zum Einsatz. Der erste OLED-Fernseher hatte einen Bildschirm in Tablet-Größe, aber einen stolzen Preis von 1200 Dollar. Dieses Jahr stellen Hersteller wie Samsung und LG in Berlin auch große Geräte aus.

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Streaming: Wer sich keinen neuen Fernseher mit direkter Internetanbindung kaufen will, wird trotzdem auf der IFA fündig. Ähnlich wie das bekannte AppleTV stellen andere Anbieter wie Hisense und Sony auf der IFA internetfähige Set-Top-Boxen vor. Mit dem Gerät können Google-Dienste, Apps und Filme auch auf ältere TVs gebracht werden. Das Hisense-Modell kommt zuerst im Herbst in den USA zu einem Preis von unter 100 Dollar (weniger als 80 Euro) auf den Markt.

Employee holds up a Samsung Electronics' Galaxy Tab tablet computer and an Apple iPad as he poses at a store in Seoul
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Nahtlos von Bildschirm zu Bildschirm: Video wird mehr denn je auch auf Smartphones und Tablet-Computer gesehen. Die neuen Online-Dienste ermöglichen auch einen komfortablen Wechsel zwischen verschiedenen Geräten. Die Eintrittshürde ist eine gut funktionierende Cloud-Infrastruktur, mit der die Daten abgestimmt werden. So wird es möglich, den Anfang eines Filmes im Wohnzimmer auf dem TV, das Ende unterwegs auf dem Tablet zu sehen.

Ford
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Vernetzt im Auto: Der Autokonzern Ford war schon vergangenes Jahr auf der IFA dabei und kommt jetzt wieder. Die Vision ist, dass sich das Auto mehr als bisher in den digitalen Lebensstil einfügt. Es soll nicht nur die Musik aus dem Smartphone oder anhand von Karten die Strecke berechnen, sondern den Weg sich mit Hilfe des Internets an die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage anpassen.

Internationale Funkausstellung IFA 2012
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Der Bereich Haushaltselektronik zeichnet sich eher durch Evolution als Revolution aus. Hier steht primär der Energieverbrauch im Vordergrund. So kommen immer effizientere Geräte auf den Markt, die teilweise die Bestnote A+++ noch übertreffen.

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Sound: Für alle Musik-Fetischisten werden auf der IFA neue, hochwertige Kopfhörer und mobile Lautsprecher vorgestellt. Dabei gibt es kompakte Modelle wie die Logitech UE Mobile Boombox, oder größere wie die Soundbar Sony HT-CT260. Genauso wie bei den Kopfhörern zeigt sich ein Trend: Kabel sind out, die Musik wird drahtlos per Bluetooth übertragen.

Auf bestimmte Einschränkungen muss sich der Zuschauer dennoch einstellen: „Die bewusst dramaturgisch eingesetzte Klangdynamik innerhalb eines Sendebeitrags oder eines Werbespots bleibt als elementares Gestaltungsmerkmal davon allerdings unberührt“, hieß es in der Mitteilung. „Einzelne Momente oder Passagen unterschiedlicher Lautstärke wird es auch weiterhin geben.“

Die Grundlage für den gemeinsamen Beschluss bietet eine neue internationale Empfehlung der EBU (European Broadcasting Union) zur „Lautheitsmessung und -Aussteuerung“.

Die neue Generation von Messgeräten ermöglicht laut ARD nun „die Aussteuerung nach "Lautheit" und löst damit die bisher bekannte Spitzenpegelmessung ab“. Dadurch könne der Sendebeitrag so produziert werden, dass die Lautstärke am Sendeausgang einen definierten Wert aufweise.

  • dpa
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