Sony-Chef auf IFA
Mit Strategiewechsel zurück an die Spitze

Der Umbau bei Sony zeigt erste Konsequenzen: Die Japaner wollen künftig mit Panasonic bei der Entwicklung von Hightech-Leuchtioden für Fernseher zusammenarbeiten. Auch in der Mobilfunkbranche wechselt Sony die Strategie.
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Berlin.Sony kommt bei der Sanierung des verlustträchtigen TV-Geschäfts voran. Die Sparte nähere sich schneller als erwartet den schwarzen Zahlen, sagte Sony-Chef Kazuo Hirai vor der offiziellen Eröffnung der Internationalen Funkausstellung am Donnerstag im Interview mit Reuters.

Die weltweit gesunkene Nachfrage nach Fernsehern macht der gesamten Branche zu schaffen. Wie auch auf dem Smartphonemarkt hat Samsung die Japaner mit einer aggressiven Preisgestaltung überholt. Jüngst kündigte Sony an, künftig bei der Produktion organischer Leuchtdioden (Oled) mit Panasonic zusammenzuarbeiten, um gemeinsam auf diesem zukunftsträchtigen Markt Samsung unter Druck zu setzen. Es geht darum, wer als erster die Geräte mit dem geringeren Stromverbrauch und neuen Hightech-Leuchtdioden möglichst günstig in den Läden anbietet.

Hirai steht unter Druck, bei Sony das Ruder herumzureißen. Erst im vergangenen Monat kappte er die Jahresziele für den operativen Gewinn. Der Abbau von rund 10.000 Stellen ist geplant. Zum Umbau gehört auch die Trennung von Randbereichen wie der Chemiesparte. „Wir sind im Gespräch mit mehreren Interessenten", sagte Hirai.

Auch Sony macht die Schuldenkrise in Europa zu schaffen. Der Chef der Mobilfunksparte bei Sony, Kunimasa Suzuki, sagte zu Reuters. "Das ist keine einfache Situation", sagte Suzuki zu Reuters in Berlin. Er mache sich Sorgen - jedoch nicht nur um Europa, sondern um das weltweite Geschäft. Schließlich sei eine globale Konjunkturflaute zu spüren.

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