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IG Metall: Beschäftigung in IT-Branche stabil

Der starke Beschäftigungsabbau in der IT-Branche ist nach einer Analyse der IG Metall gestoppt. In diesem Jahr werde die Zahl der Beschäftigten bei etwa 700 000 stagnieren, teilte die Gewerkschaft zur Computermesse Cebit am Dienstag mit.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der starke Beschäftigungsabbau in der IT-Branche ist nach einer Analyse der IG Metall gestoppt. In diesem Jahr werde die Zahl der Beschäftigten bei etwa 700 000 stagnieren, teilte die Gewerkschaft zur Computermesse Cebit am Dienstag mit.

Einstellungen auf der einen Seite stünden Stellenstreichungen durch Um- und Restrukturierungen gegenüber, so dass der Saldo ausgeglichen sei.

Positiv bewertete die IG Metall, dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den IT-Berufen nach einem Rückgang 2003 nun mit rund 16 000 wieder auf dem Niveau von 2002 angekommen sei. Die Ausbildungsquote der Branche liege mit 3,2 Prozent aber deutlich unterhalb des Industriedurchschnitts von fünf Prozent. Sollte diese Quote nicht erhöht werden, werde die Branche ab 2010 mit einem eklatanten Fachkräftemangel zu kämpfen haben, heißt es in der Analyse.

Nach einer Erhebung des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) und der Online-Jobbörse worldwidejobs.de werden derzeit Elektroingenieure gesucht. Auf den Internet-Seiten von 1 000 untersuchten Unternehmen seien 11 515 offene Stellen für Ingenieure zu finden, 60,5 Prozent davon für die Elektro- und Informationstechnik. Wenn diese Entwicklung anhalte, würden die rund 8 000 Absolventen der Elektrotechnik in diesem Jahr den Fachkräftebedarf der Wirtschaft kaum decken können.

Der Umfrage der IG Metall bei 47 Unternehmen der IT-Branche zufolge setzen sich Tarifverträge langsam durch. Für mehr als 200 000 Beschäftigte der Branche würden inzwischen Tarifverträge der IG Metall gelten. Für viele Beschäftigte gab es 2004 keine oder nur geringe Einkommenserhöhungen. Bei Rechenzentren, Call Centern, Service Technik und Hardware Engineering seien die Einkommen leicht gesunken. Deutliche Zuwächse hatten Marketing- und Beratungsprofis. Gleichzeitig habe sich der Trend fortgesetzt, immer mehr Anteile des Einkommens vom Unternehmenserfolg abhängig zu machen.

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