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IG Metall lehnt längere Arbeitszeiten bei Philips ab

Die IG Metall hat längere Arbeitszeiten und Entgeltkürzungen in der Halbleiter-Fertigung des Philips-Konzerns abgelehnt. „Damit können wir den Wettbewerb mit China nicht gewinnen“, sagte Christian Schoof von der IG Metall Küste am Freitag in Hamburg.

dpa HAMBURG. Die IG Metall hat längere Arbeitszeiten und Entgeltkürzungen in der Halbleiter-Fertigung des Philips-Konzerns abgelehnt. „Damit können wir den Wettbewerb mit China nicht gewinnen“, sagte Christian Schoof von der IG Metall Küste am Freitag in Hamburg.

„Wir brauchen vielmehr Innovationen, neue und bessere Produkte, bessere betriebliche Abläufe und strategische Investitionen.“ Gemeinsam mit dem Betriebsrat habe die Gewerkschaft eigene Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erarbeitet.

Philips hatte bereits im April angekündigt, im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms längere Arbeitszeiten in der Halbleiter-Fertigung in Hamburg und Böblingen mit 3 000 Beschäftigten anzustreben. Die Verhandlungen mit Gewerkschaft und Betriebsräten laufen; nächster Termin ist der 20. Oktober. Laut Philips müssen die Lohnstückkosten bei der Produktion von Halbleitern um 25 Prozent sinken. Deshalb sollen die Arbeiter künftig 42 und die Angestellten 40 Stunden arbeiten, ohne mehr zu verdienen. Zusätzlich sollen Weihnachts- und Urlaubsgeld durch eine ergebnisorientierte Gewinnbeteiligung abgelöst werden und Überstundenzuschläge entfallen.

Um die Halbleiter-Fertigung hatte es bereits vor drei Jahren einen heftigen Konflikt gegeben, als Philips das Geschäftsfeld in die Chemieindustrie überführen wollte, um flexiblere Rahmenbedingungen zu nutzen. Der Streit wurde letztlich mit einem Kompromiss beigelegt. „Es gibt einen gültigen, ungekündigten Tarifvertrag mit Philips“, sagte Schoof. „Der zählt.“

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