Im Semantic-Web finden Suchmaschinen die gewünschten Informationen schneller
Neue Computersprache macht das Internet intelligenter

Es ist ein alter Traum von Tim Berners-Lee. Der Erfinder des Internets will das Kommunikationsmedium so aufrüsten, dass es zu einem Werkzeug für die Verständigung zwischen Menschen und Maschinen wird. Seit Jahren forscht er dafür am Bostoner Massachusetts Institute of Technology am „semantischen Web“.

HB DÜSSELDORF. Doch möglicherweise hat Berners-Lee den Widerstand der Internet-Nutzer unterschätzt. Das semantische Web steht bei Wissenschaftlern hoch im Kurs, ist aber in Unternehmen wegen seiner Komplexität bis heute wenig beliebt. Suchmaschinen- und Portalbetreiber investieren lieber in neue Dienste wie die personalisierte und die intelligente Suche.

Das semantische Web leidet unter dem Henne-Ei-Problem. Damit sich Mensch und Computer verstehen können, müssen Webseiten mit weiterführenden Informationen hinterlegt werden, den so genannten Metadaten. So lange der Nutzen der Technologie nicht abzusehen ist, sind aber nur wenige Unternehmen und Anbieter bereit, die Metadaten in ihre Seiten einzupflegen.

„Dabei geht es nicht nur um die Kosten der Umstellung“, sagt Joachim Quantz, Analyst bei Berlecon Research. Noch sei unklar, auf welcher Computersprache das semantische Web basieren werde. Die meisten Internetseiten sind heute in der Sprache HTML verfasst. Sie beschreibt zwar, wie die Information auf Seiten angeordnet werden soll, aber ermöglicht es den Programmierern nicht, zusätzliche Informationen über die Kategorie der Seite zu hinterlegen. Wer etwa Hotel und Hamburg in eine Suchmaschine eingibt, erhält daher eine diffuse Liste aus Angeboten, Artikeln und mehr.

Das World Wide Web Consortium (W3C) um Tim Berners-Lee hat daher als Grundlage für alle semantischen Anwendungen die Sprache XML entwickelt. Seiten, die auf ihr basieren, können von Computerprogrammen gelesen und kategorisiert werden. Sucht ein Nutzer Hotelpreise in Hamburg, filtert der Rechner ausschließlich entsprechende Angebote heraus.

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