In Asien sind erste Bildschirme mit organischen Leuchtdioden bereits auf dem Markt: Bildschirmhersteller entwickeln Displays von morgen

In Asien sind erste Bildschirme mit organischen Leuchtdioden bereits auf dem Markt
Bildschirmhersteller entwickeln Displays von morgen

Während LCD-Flachbildschirme mehr und mehr die klobigen Röhrenmonitore verdrängen, kommt in Asien bereits die Nachfolgetechnologie auf den Markt. Mit organischen Leuchtdioden – so genannten OLEDs oder Organic Light Emitting Diodes – wollen die Hersteller Bildschirme bauen, die nicht nur dünner, sondern auch reaktionsschneller und Strom sparender als die heutigen Flachbildschirme sind.

TOKIO. „Ich denke, 2004 oder 2005 werden wir den Sprung in die Massenproduktion sehen“, prognostiziert Junji Kido, Professor an der Yamagata Universität und einer der weltweit führenden OLED-Forscher.

In Taiwan, Südkorea oder Japan sind erste Displays bereits Bestandteil von Produkten für den Massenmarkt – etwa in Autoradios oder als kleines Zusatzdisplay auf dem Handy. Und in den Industrielaboren arbeiten Entwickler mit Hochdruck daran, letzte Mängel der Technologie auszumerzen, schließlich will niemand den Anschluss verpassen, wenn der riesige Bildschirmmarkt neu verteilt wird.

Eine Besonderheit der kleinen organischen Leuchtdioden ist, dass sie anders als die LCD-Bildschirme keine Hintergrundbeleuchtung benötigen, sondern selbst Licht ausstrahlen, wenn sie mit Strom versorgt werden. Daher können OLED-Displays dünn wie eine Kreditkarte und sogar biegsam hergestellt werden. Ihre volle Stärke spielt die OLED- Technik bei bewegten Bildern aus. „Die Displays sind sehr viel reaktionsschneller als LCD-Bildschirme“, sagt Kido.

Ein weiterer Vorteil der OLED- Bildschirme ist der geringe Energieverbrauch. Kido schätzt, dass der Energiebedarf für ein Display je nach Bild fast halbiert werden kann. Das ist vor allem für die Hersteller mobiler Geräte interessant, denn die zunehmenden Funktionen in Handys und digitalen Kameras verbrauchen immer mehr Strom. Daher würden OLED-Bildschirme in nächster Zukunft dringend benötigt, sagt Yasuo Katsura, Präsident des Handyanbieters Panasonic Mobile Communications. Nur so werden die Hersteller dem Batterieproblem Herr. Sanyo und der US-Fotoriese Eastman Kodak starteten im vergangenen Jahr in Japan die Produktion der weltweit ersten OLED-Bildschirme. Diese basieren auf der so genannten Aktiv-Matrix-Technologie, bei der jeder einzelne Punkt im Display von einem kleinen Transistor einzeln angesteuert wird, ähnlich wie beim LCD-Bildschirm. Dies hat gegenüber den so genannten Passiv-Matrix-Bildschirmen, bei denen Zeilen angesteuert werden, den Vorteil, dass sie stromsparender und reaktionsschneller sind.

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