In der Warteschleife: Technik für dreidimensionales TV kommt aus Deutschland
Der Elefant auf dem Sofa

Es ist nicht leicht, in Deutschland für den technischen Fortschritt zu werben. Thomas Grevel erfährt das auf jeder Dienstreise. Wo auch immer der Manager sein neues, dreidimensionales Fernsehen vorstellt, muss er erst einmal schwere Kisten schleppen. Sein Laptop hat er unter den Arm geklemmt, einen riesigen Karton trägt er vor dem Bauch, und obendrauf liegt ein DVD-Player - die mobile Grundausstattung des Unternehmers.

HB MÜNCHEN. Der schlanke Mann mit dem grauen Schnauzer nimmt die Anstrengung klaglos hin. Der erfahrene IT-Manager ist überzeugt, eine einmalige Technologie im Gepäck zu haben: dreidimensionales Fernsehen für das heimische Wohnzimmer. "Niemand anderes auf dem Planeten kann das außer uns", brüstet sich Grevel, holt den Flachbildschirm aus dem Karton und steckt allerlei Kabel ein.

Sekunden später strecken Elefanten ihre Rüssel aufs Sofa, stürzen sich Football-Spieler auf den Teppichboden und lehnen sich Mechaniker auf den Wohnzimmertisch. Grevel hat die dritte Dimension ins Fernsehen gebracht, die räumliches Sehen auf der Mattscheibe möglich macht. Was bislang nur im Kino mit einer bunten Papp-Brille möglich war, zaubert Grevels Firma 3D Image Processing auf die Glotze zu Hause. "Eine wegweisende Technologie aus Deutschland", sagt Grevel voller Überzeugung und blickt den Betrachter seines Wunderwerks gespannt an, ob dieser die Meisterleistung auch mit offenem Mund würdigt.

In diesen Tagen hofft der Unternehmer auf viele Tausend staunende Menschen mit möglichst großen Augen, denn Grevel stellt seine Technologie auf der Funkausstellung in Berlin erstmals der Öffentlichkeit vor. Bis die Messebesucher sich ihre Filme dreidimensional auf die Couch holen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Erst zum Weihnachtsgeschäft 2007 sollen die Geräte in den Handel kommen.

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