In Deutschland blockieren die Banken
Hürdenlauf vor dem mobilen Bezahlen

Die Unterhaltung im Café ist spannend, aber die Parkuhr tickt. Für Bürger in Wien ist das kein Grund zur Unruhe - eine SMS genügt, der Parkschein ist verlängert. In Deutschland gibt es dagegen nur vereinzelt Alltagsgeschäfte, die sich per Handy erledigen lassen. Banken, Telekom-Konzerne und Händler tun sich mit der Zusammenarbeit für eine gemeinsame M-Payment-Lösung schwer.

HB HANNOVER. T-Mobile beispielsweise hat zwar pünktlich zur Cebit eine Kooperation mit der Postbank bekannt gegeben. Dabei kann der Kunde Überweisungen per Handy tätigen. O2 arbeitet mit der Stadtsparkasse München zusammen. Dennoch: "Solche horizontalen Einzellösungen sind problematisch, denn sie bieten der breiten Kundenmasse, auch anderer Banken, keine Anreize", sagt Key Pousttchi, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Augsburg.

Simpay, das Payment-Konsortium der großen Telekom-Unternehmen in Europa, arbeitet seit Jahren an einer Lösung für ein Bezahlverfahren. Bislang läuft die Entwicklung aber eher schleppend. "Im ersten Schritt strebt Simpay die Abrechnung von Content für das Mobilteil an", sagt Roland Kuntze, Pressesprecher von O2 in München.

Ohne Unterstützung der Banken kann der Verbund kaum Lösungen realisieren. "Um größere Beträge per Telefonrechnung abzurechnen, ist eine Banklizenz notwendig", sagt Bettina Horster, von der Vivai Software AG in Dortmund. Es sei schade, dass der Markt in Deutschland durch die Zurückhaltung der Banken und Kreditkartenunternehmen derart blockiert sei, sagt die Leiterin der Arbeitsgruppe M-Commerce bei Eco, dem Verband der Internetwirtschaft.

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