Industrieübergreifende Richtlinien und Entwicklungswerkzeuge
Intel stärkt Reihen für „digitales“ Heim

Intel will mit Digital 5, Netgear und Real Networks enger zusammenarbeiten, um "Digital Media Adapter" (DMA) zu entwickeln. Dies gab der Halbleiterprimus auf seiner Entwicklerkonferenz in San Francisco bekannt.

HB MÜNCHEN. Personalcomputer und Geräte der Unterhaltungselektronik sollen leichter miteinander arbeiten können. Dazu will Intel standardisierte Schnittstellen - DMA oder Digital Media Adapter genannt - entwickeln. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit Spezialisten der Unterhaltungskommunikation geschehen. "Ein Anwender kann schon bald einen Netgear DMA kaufen, ihn mit seinem Fernseher verbinden und hat dann über das Internet Zugriff auf seine Lieblingsfilme", sagte Kevin Corbett, Vice President und Chief Technology Officer der Intel Desktop Platforms Group. In der Regel habe ein Anwender heute nur eingeschränkten Zugriff auf Premiuminhalte und er ist nicht flexibel bei der Wahl, wann und wo er die Inhalte wiedergeben kann. Die neuen Produkte würden es dann den Verbrauchern erlauben, die Premiuminhalte zuhause zu jeder Zeit, an jedem Ort und mit jedem Gerät anzuschauen.

Der DMA von Netgear verwendet eine Softwarezwischenschicht (Middleware) von Digital 5 und stellt die erste Plattform dar, die Real Networks Videos geschützt mittels Digital Transmission Content Protection über das aus dem Internet bekannte IP-Protokoll (DTCP-IP) an unterschiedliche Geräte im Haus verteilen kann. In den USA werden die Online-Filmanbieter Movielink und STARZ! Ticket on Real Movies Premiuminhalte auf dieser neuen Plattform anbieten. Intel geht davon aus, dass mehrere weitere Dienste folgen.

Zahlreiche weitere Unternehmen aus der Unterhaltungsindustrie und Anbieter von Inhalten beteiligten sich nach Angaben von Intel an der Entwicklung von Lösungen für die Wiedergabe von Premium-Inhalten auf dem PC und vernetzten Geräte. DTCP-IP wurde im Jahr 2003 durch das Konsortium "5C" vorgestellt. Der Zusammenschluss von Intel mit Matsushita Electric, Toshiba, Hitachi und Sony führte zu einem offenen Standard für den Schutz von Inhalten, die zwischen digitalen Heimprodukten über drahtgebundene und drahtlose Netzwerke ausgetauscht werden.

Intel gab am Donnerstag in San Francisco eine wachsende Liste der Unternehmen bekannt, die das Intel DTCP-IP Sample Implementation Kit (SIK) nutzen. Mehrere dieser Unternehmen planen, später in diesem Jahr entsprechende Lösungen und Geräte anzubieten. Zu den Unternehmen, die Intels DTCP-IP SIK lizenzieren, gehören ALi Microelectronics Corp., Adimos, CyberLink, Digital 5, D-Link, icube, Mediabolic, Oregan Networks, Sectillion, Sigma Designs und ViXS. Unternehmen wie D-Link, Digital5, icube, Mediabolic und Oregan Networks planen, später in diesem Jahr Produkte mit Unterstützung für DTCP-IP Clients anzubieten. Zur Förderung der Interoperabilität stellt Intel neue Versionen ihrer Geräte-, Software- und Service-Richtlinien vor. Diese bauen auf Spezifikationen wie Universal Plug and Play (UPnP) und der von der Digital Living Network Alliance vorgestellten auf.

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