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Infineon: Halbleiter-Markt wächst um zwei bis fünf Prozent

Der weltweite Halbleitermarkt wird sich nach Einschätzung von Infineon-Chef Wolfgang Ziebart in diesem Jahr deutlich abschwächen. Nach 28 Prozent Marktwachstum 2004 werde dieses Jahr voraussichtlich nur noch ein Plus von zwei bis fünf Prozent bringen, sagte Ziebart am Rande des Münchner Wirtschaftsgipfels.

dpa MüNCHEN. Dies sei einem Marktrückgang in anderen Industrien vergleichbar. „Die Halbleiterindustrie braucht zweistellige Wachstumsraten.“ Für die Preise bei Dram-Speicherchips deute sich nach dem starken Verfall zum Jahresbeginn in der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung an. „Die Preisentwicklung wird in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich flach verlaufen, wir werden nicht im Ansatz mehr die Reduzierungen haben, die wir schon hatten.“ Grund sei möglicherweise, dass sich die Branche mit ihren Kapazitäten in letzter Zeit stärker auf andere Bereiche wie Flash-Speicher konzentriert habe, die bessere Margen böten.

Die Halbleiterindustrie sei die am meisten globalisierte Branche überhaupt. „Jeder Ort auf der Welt steht im Wettbewerb mit jedem anderen Ort der Welt“, sagte Ziebart. Um sich Zugang zu den Märkten zu verschaffen, sei eine Präsenz vor Ort nötig, man könne nicht in Asien Erfolg haben, wenn man nur von Europa aus operiere. Dabei gebe es auch einen starken Kostenwettbewerb der Standorte, in Europa lägen die Arbeitskosten deutlich über denen in Asien.

Produktionsverlagerungen seien aber in der Branche weniger ein Thema als in anderen Industriezweigen, dafür sei die Fabrikinfrastruktur zu komplex, sagte Ziebart. Man könne nicht an einer Stelle ein Werk ab- und an der anderen Stelle einfach wieder aufbauen. Allerdings lasse sich über Investitionsentscheidungen Einfluss nehmen auf die Kostenstruktur. Dabei verwies Ziebart beispielsweise auf ein neues Infineon-Werk für Automobilelektronik in Malaysia.

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