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Infineon nach Einigung mit US-Justiz erleichtert

Nach der Einigung mit dem US-Justizministerium wegen illegaler Preisabsprachen ist die Erleichterung beim Chip-Konzern Infineon groß. „Das Thema ist damit für uns erledigt“, sagte ein Infineon-Sprecher am Donnerstag.

dpa MÜNCHEN. Nach der Einigung mit dem US-Justizministerium wegen illegaler Preisabsprachen ist die Erleichterung beim Chip-Konzern Infineon groß. „Das Thema ist damit für uns erledigt“, sagte ein Infineon-Sprecher am Donnerstag.

Infineon hatte in dem US-Kartellverfahren, von dem mehrere Unternehmen betroffen sind, ein Teil-Schuldbekenntnis abgelegt und sich zur Zahlung von 160 Mill. $ (rund 130 Mio Euro) verpflichtet. Auch Schadenersatz, der nun möglicherweise an Kunden gezahlt werden muss, ist laut Infineon durch Rückstellungen abgedeckt. Da der Ausgang von Verfahren in den USA oft nur schwer vorherzusehen ist, hatten die Kartell-Probleme zu Verunsicherung geführt. Dies ist nun erst einmal vom Tisch.

Infineon bekennt sich nach eigenen Angaben „in einem einzigen und begrenzten Anklagepunkt“ schuldig. Er betreffe die Verletzung des US-Kartellrechts bei der Preisbildung im Geschäft mit Dram-Speicherchips zwischen dem 1. Juli 1999 und dem 15. Juni 2002. Zugleich verurteilte das Unternehmen jeden Versuch von Preisabsprachen. „Infineon verpflichtet sich zu hartem und fairem Wettbewerb, der einzig und allein auf der Überlegenheit der Produkte und Dienstleistungen beruht.“

Infineon hatte wegen des laufenden Kartellverfahrens Rückstellungen von 212 Mill. € gebildet. Damit könnten auch mögliche Schadenersatzzahlungen beglichen werden, ohne die Rückstellungen aufstocken zu müssen, sagte der Sprecher. Unklar ist noch, ob dem Unternehmen nach dem Teilgeständnis auch noch Ärger in Kanada und Europa droht. An der Frankfurter Börse hat sich die Aktie am Donnerstagvormittag ungeachtet der Strafzahlung freundlich entwickelt. Der Kurs stieg um 0,24 % auf 8,34 €.

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