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Infineon und Philips sollen Chips für Reisepass liefern

Der Halbleiterhersteller Infineon und der Elektronik-Konzern Philips sollen Chips für die neuen deutschen Reisepässe liefern. Zudem sei man mit der Herstellung eines speziell für Ausweise und Reisepässe entwickelten Chipgehäuses beauftragt worden, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit.

dpa MÜNCHEN. Zum erwarteten Umsatzvolumen wurden keine Angaben gemacht. Eine Infineon-Sprecherin erklärte aber: „Das ist ein sehr wichtiges Projekt für uns.“ In Deutschland gebe es derzeit etwa 24 Mill. Reisepässe, davon würden jährlich rund zwei Mill. Pässe ausgetauscht oder neu ausgestellt. Auf Infineon entfalle etwa die Hälfte dieses Volumens, also jährlich etwa eine Million Reisepässe, sagte die Sprecherin. Bei Philips hieß es, das genaue Volumen stehe noch nicht fest, langfristig laufe es aber auf je die Hälfte des Auftrags für beide Unternehmen hinaus.

Beide Unternehmen sind nach eigenen Angaben auch in den USA als einer von mehreren Zulieferern für einen neuen biometrischen Reisepass zugelassen worden. Im vergangenen Jahr lieferte Infineon weltweit rund 1,25 Mrd. Chips für Chipkarten-Anwendungen aus.

Auf den neuen Reisepässen sollen die Chips biometrische Merkmale speichern. Die Bundesregierung will die neuen Pässe im November einführen. Zunächst soll ein Foto des Passinhabers gespeichert werden. Ab März 2007 ist zusätzlich die Speicherung von Fingerabdrücken vorgesehen. Innenminister Otto Schily (SPD) hatte am Mittwoch den neuen Pass vorgestellt.

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