Infizierte Rechner müssen noch gesäubert werden: Mydoom-Schäden geringer als befürchtet

Infizierte Rechner müssen noch gesäubert werden
Mydoom-Schäden geringer als befürchtet

Die Schlacht ist geschlagen. Im Gegensatz zu SCO hat Microsoft den Angriff des Computerwurms Mydoom.B erfolgreich abgewehrt. Nun müssen allerdings noch die infizierten Rechner gesäubert werden, denn so lange das Schadprogramm auf den PCs gespeichert ist, können Hacker jederzeit auf das Computersystem zugreifen.

hsn/je DÜSSELDORF/PORTLAND. Die Entfernung des Computerwurms ist allerdings nicht so einfach, denn dieser verhindert, dass der Nutzer die Internetseiten der meisten Sicherheitsfirmen aufrufen und den Virenschutz aktualisieren kann.

„Mydoom und die Variante Mydoom.B zeigen, dass Computernutzer sich nicht mehr ausschließlich auf Virenschutzlösungen verlassen, sondern unbedingt auch eine Firewall installieren sollten“, sagt Olaf Lindner, Experte des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec. Denn nur diese Technik verhindert, dass ein Wurm eine Hintertür öffnen kann.

Die Schätzungen über die Schäden, die durch den als Mydoom oder auch als NovaRG bezeichneten Virus angerichtet wurden, liegen weit auseinander und sind entsprechend unzuverlässig. Network Associates, ein Spezialist für Netzwerksicherung, schätzt, dass bis zu einer halben Million Computer von Mydoom.A infiziert wurden. Nach Angaben von Jimmy Kuo, Sicherheitsexperte bei Network Associates, sorgte ein Programmierfehler des Virenautoren dafür, dass Mydoom.B viel schwächer war als der ursprüngliche Wurm. Microsoft wurde von nur etwa 700 Rechnern angriffen. SCO attackieren dagegen etwa 50 000 Computer.

Anfangs kursierende Befürchtungen, dass Mydoom die zivile Flugüberwachung oder die Stromversorgung in Teilen der Welt lahm legen könnte, bestätigten sich nicht. Entsprechend gelten Schätzungen von Schäden über 20 Mrd. $ als überzogen. „Der Sobig-Wurm hat etwa 50 Mill. $ für verlorene Produktivität und seine Beseitigung gekostet“, sagt John Pescatore, Bereichsleiter für Internetsicherheit bei der Beratungsfirma Gartner Inc. Die Kosten für Mydoom seien etwa fünf Mal so hoch, schätzt er.

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