Informationstechnologie
Merkel will Deutschland bei Informationstechnologie voranbringen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit dem ersten nationalen IT-Konferenz am Montag einen Anstoß dafür geben, dass „Made in Germany“ in diesem Bereich wieder ein Siegel für Güte und Qualität wird.

dpa BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit dem ersten nationalen IT-Konferenz am Montag einen Anstoß dafür geben, dass „Made in Germany“ in diesem Bereich wieder ein Siegel für Güte und Qualität wird.

In ihrer am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Video-Botschaft sagte Merkel: „Die Revolution der Informations- und Kommunikationstechnologie ist noch längst nicht an ihrem Ende, aber wir wollen als Bundesrepublik Deutschland stärker daran teilhaben, damit wir zukunftsfähige Arbeitsplätze haben.“

In Deutschland sei zwar der Computer erfunden worden, das Land habe aber heute an diesen Entwicklungen leider nur noch einen geringen Anteil. „Das reicht uns nicht“, sagte die Kanzlerin. Deshalb habe die Bundesregierung zum ersten IT-Gipfel in Deutschland eingeladen. „Wir wollen zum ersten Mal Nutzer und Entwickler der Informations- und Kommunikationstechnologie zusammenbringen und mit ihnen diskutieren, wie wir diese Branche entwickeln können.“ Es müsse dafür gesorgt werden, dass auch die rechtlichen Bedingungen so stimmig seien, dass Nutzer und Entwickler, dass Politiker und diejenigen, die ein Interesse an neuen Produkten hätten, die richtigen Rahmenbedingungen vorfinden könnten, sagte Merkel.

Zur Vorbereitung der IT-Konferenz hätten Arbeitsgruppen konkrete Resultate erarbeitet. Vorgesehen sei eine Qualitätsoffensive für die Kundenfreundlichkeit von Call-Centern, der Ersatz von Barcodes durch Radiochips (Funketiketten), womit sich Warenströme besser verfolgen lassen, sowie die Entwicklung einer neuen, intelligenten Internet- Suchmaschine, die weitaus mehr Service biete als die bisherigen.

Die IT-Konferenz wird im privat finanzierten Hasso-Plattner- Institut (HPI) in Potsdam-Babelsberg veranstaltet. Die Informations-, Kommunikations- und Telekommunikationstechnologien sind nach Angaben des Instituts mit einem Umsatz von rund 135 Mrd. Euro und mehr als 1,5 Mill. Beschäftigten eine der größten Branchen bundesweit. Seit dem „Internetboomjahr“ 2000 sei die Zahl der Studienanfänger im Bereich Informatik aber um mehr als 26 Prozent zurückgegangen. Der Branche drohe ein Fachkräftemangel. Im Land müsse verstärkt in die eigenen „Top-Talente“ investiert werden, forderte HPI-Direktor Christoph Meinel.

Die IG Metall forderte die Arbeitgeber zu mehr Engagement bei der Ausbildung auf. „Wenn man die technologischen Wachstumschancen der Branche nutzen will, muss es auch Wachstum bei der Ausbildung geben“, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Regina Görner. Nach Angaben der IG Metall ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in der IT-Branche seit 2002 rückläufig. Sie sei von rund 48 600 bis 2005 kontinuierlich auf rund 38 600 zurückgegangen.

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