Inifinte Images Software kreiert virtuelle Foto-Welten

Adobe hat eine Software entwickelt, die aus beliebigen Fotosammlungen virtuelle Welten generiert. Das Programm erkennt ähnliche Fotos und setzt sie zu einem Panorama oder zu einer dreidimensionalen Welt zusammen, in der sich der Nutzer bewegen kann.
  • Werner Pluta
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Virtuelle Welten wie hier in "Second Life" können mit der neuen Software aus eigenen Fotos entwickelt werden. Foto: rtr Quelle: Reuters

Virtuelle Welten wie hier in "Second Life" können mit der neuen Software aus eigenen Fotos entwickelt werden. Foto: rtr

(Foto: Reuters)

BERLIN. Der Adobe-Entwickler Shai Avidan hat zusammen mit Forschern vom Massachusetts Institute of Technology eine Software entwickelt, die in einer großen Fotosammlung ähnliche Bilder erkennt und daraus dreidimensionale Grafiken und Panoramen generiert. Das System mit dem Namen „Inifinte Images“ hat Adobe kürzlich auf der Konferenz Adobe MAX in Mailand vorgestellt.

Die Software analysiert zunächst die Fotos in einer Datenbank und klassifiziert sie, etwa nach Personen, Straßenansichten, Landschaften oder Stadtsilhouetten. Die Datenbank kann die eigene Fotosammlung sein, aber auch eine Fotosammlung im Internet. Als Material für das Beispielvideo etwa dienten den Adobe-Entwicklern rund sechs Millionen Bilder aus der Fotocommunity Flickr.

Gibt der Nutzer nun eine Straßenansicht vor, sucht das System zunächst nach anderen Straßenansichten und wählt dann die aus, die vom Motiv und der Farbe her am besten passen. Diese Bilder montiert die Software zu einer virtuellen dreidimensionalen Straße.

Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine bestimmte Straße in einer bestimmten Stadt, sondern um eine Fantasiestraße, die der Computer aus beliebigen Straßenansichten kompiliert hat. In diesen Straßen kann der Nutzer dann virtuell wandern - und Erstaunliches entdecken: So wird beispielsweise aus einer von Palmen gesäumten Straße in Asien, auf der ein Elefant herumtrottet, schließlich die Londoner Abbey Road, deren Zebrastreifen die Beatles überqueren.

Der Nutzer kann nicht nur vorwärts und rückwärts durch die Straße navigieren. Er kann sich auch um die eigene Achse drehen. In diesem Fall ändert sich die Perspektive, und das System startet eine neue Suche. Aus den Ergebnissen pickt es das passendste aus und generiert daraus eine Rundumsicht.

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