Initiative gegen Kazaa und Co
Provider sollen Musikpiraten beim Namen nennen

Der Kampf gegen Musikpiraterie im Internet nimmt immer schärfere Züge an: Jetzt sollen Internetanbieter Daten von Nutzern preisgeben, die Musikstücke kopieren.

dpa NEW YORK. Im Kampf gegen Musikpiraterie verlangt die Unterhaltungsindustrie jetzt von Internetanbietern die Namen von Kunden, die kostenlos Musik herunterladen oder anbieten. Sobald die Daten vorliegen, würden diese Internetnutzer wegen Verletzung von Urherberrechten verklagt, kündigte die Recording Industry Association of America (RIAA) nach US-Medienberichten vom Donnerstag an.

Eine neue US-Rechtsprechung ermöglicht das Vorgehen gegen die privaten Nutzer von Musiktauschbörsen wie Kazaa oder Grokster. Sie verpflichtet Anbieter von Internetzugängen wie AOL oder Microsoft, beim Verdacht auf grobe Urheberrechtsverletzungen Daten zur Identifizierung ihrer Kunden herauszugeben.

Die RIAA will diejenigen, die über Tauschbörsen im großen Stil Musiktitel ohne Lizenz anbieten, auf zehntausende von Dollar verklagen. Als einer der ersten Internetanbieter kündigte die US- Firma Earthlink an, Namen von Kunden weiterzugeben.

Der RIAA gehören die Musiksparten internationaler Unterhaltungskonzerne an - darunter die deutsche Bertelsmann AG, AOL Time Warner und Sony.

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