Instant Messaging-Attacken steigen um 300 Prozent
Angriffe aus dem Chatroom

Chatten im Internet erleichtert die direkte Kommunikation auch in Unternehmen. Zunehmend nutzern Virenschreiber diese Messaging-Plattformen, um mit Phishing- und Pharming-Tricks Anwender auszuspionieren.

hiz Düsseldorf. Virenprogrammierer haben Instant Messaging (IM) als neue Angriffswaffe ausgemacht. Die Anzahl der Viren- und Wurm-Angriffe mittels dieser Internet-Telegramme sind im letzten Quartal um 300 Prozent gestiegen, so die Erkenntnisse der Websense Security Labs.

Instant Messaging ist bei vielen Internet Anwendern beliebt, weil man miteinander chatten, also direkt kommunizieren kann. Mittels spezieller Software auf den Arbeitsplatzrechnern wird ein direkter Kanal zu den Teilnehmern aufgebaut und kleine „Telegramme“ werden in diesen Chatrooms direkt ausgetauscht. Zudem können Nachrichten oder Dateien gezielt an bekannte Adressaten versendet werden, die dann auf deren Rechner landen, ohne dass der Empfänger aktiv werden muss. Es reicht wenn seine Messaging Software im Hintergrund läuft. Virenschreibern bietet diese direkte Kommunikation allerdings eine Plattform, ihr digitales Ungeziefer zu verbreiten. Dadurch steigt die Gefahr, sich im Büro beim Instant Messaging Viren und Würmer aus dem Internet einzufangen

Hacker nutzen IM aber nicht nur als Transportweg für Viren- und Wurm-Attacken. Immer öfter wird nach den Beobachtungen diese Kommunikationsform für Phishing- beziehungsweise Pharming-Betrugsversuche missbraucht. Dabei verschicken Hacker Massen-Nachrichten, die User auffordern, einen Link anzuklicken, der auf manipulierte oder betrügerische Websites führt. Dort werden dann entweder vertrauliche persönliche Informationen abgefragt oder Viren und Würmer unerkannt und automatisch auf den PC geladen. Die Experten warnen vor der Gefahr, dass Hackern so Tür und Tor zum Ausspionieren von Unternehmen offen stehen.

Die Fachleute gehen davon aus, dass die Bedrohung durch IM-Attacken weiter ansteigen wird. Nach Erkenntnissen der Marktforscher von IDC werden bis 2007 weltweit über 450 Millionen Unternehmens- und Privatanwender IM nutzen. Falls Unternehmen keine besseren Sicherheitsmaßnahmen treffen, wird aus dem sonst so praktischen, kostenlosen Business-Kommunikations-Tool eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

"Hacker und Virenschreiber haben IM als neues Feld für sich entdeckt, um gefährlichen Code innerhalb der Unternehmensnetze zu platzieren", warnt Brian Burke, Research Manager Security bei IDC.

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