Integrierte Lösung fürs E-Business
SAP und Ebay machen gemeinsame Sache

Viele Unternehmen besitzen ungenutztes Inventar und Restbestände, die sich eigentlich ohne großen Aufwand weiter verkaufen ließen: Doch es fehlen Geschäftsprozesse und technische Möglichkeiten für eine effiziente Abwicklung. Diese Marktlücke wollen SAP und Ebay gemeinsam schließen und planen eine integrierte Lösung.

HB DÜSSELDORF. Mitunter ist nicht jedem klar, was E-Business eigentlich ist. Laut der Definition des Wörterbuchs ist es der elektronisch abgewickelte Geschäftsverkehr, dessen Hauptbestandteil der so genannte E-Commerce, der elektronische Handel im Internet ist. Bei dieser Definition und der inzwischen erreichten Verbreitung des Internets müsste eigentlich jedes Unternehmen bereits „Ready für E-Business“ sein. Mitnichten. Nur knapp über zehn Prozent von 400 befragten Mittelständlern interessieren sich für E-Business, fand das Frankfurter Marktforschungsunternehmen MR & S Market Research & Services GmbH heraus.

Das Ergebnis der Umfrage überrascht umso mehr, als die Befragung des Mittelstands online erfolgte. Also selbst die Unternehmen, die per E-Mail erreichbar sind und somit praktisch über einen Internet-Zugang verfügen, halten sich beim Thema elektronicher Handel im Internet zurück. Konkret: Für lediglich 13,5 Prozent der befragten Unternehmen aus der mittelständischen Wirtschaft steht bei ihren derzeitigen unternehmerischen Überlegungen die Nutzung von E-Business-Lösungen im Vordergrund. Dagegen richtet sich das Augenmerk in erster Linie auf die gegenwärtige konjunkturelle Entwicklung, die für 54,7 Prozent der befragten Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen das Thema Nummer eins darstellt.

Bei der größeren E-Business-Akzeptanz könnte eine neue Lösung von SAP und Ebay, den beiden Marktführern in ihrem jeweiligen Gebiet, helfen. Denn selbst kleinste Mittelständler dürften über überschüssige Lagerbestände, ungenutztes Inventar oder Restbestände verfügen, die sie gerne ohne großen Aufwand verkaufen würden. Doch es fehlen Geschäftsprozesse und technische Möglichkeiten für eine effiziente Abwicklung.

Lösung ist in Sicht

Das Problem ist erkannt, eine Lösung ist in Sicht: Das Walldorfer Softwarehaus SAP, Marktführer bei betriebwirtschaflter Software, und Ebay, der weltweit größte Online-Marktplatz, haben anlässlich der SAP-Kundenmesse Saphire eine neue Kooperation angekündigt. Damit erhalten SAP-Kunden erstmals eine integrierte Lösung, mit der sie überschüssige Lagerbestände und gebrauchte Anlagen über Ebay online verkaufen können. Auf Basis vorhandener SAP-Lösungen sollen Kunden in der Lage sein, ihre Reichweite zu erhöhen und den Kundenstamm zu erweitern. Die Lösung wird zunächst in den USA und im ersten Quartal 2004 generell verfügbar sein.

Diese Marktlücke wollen SAP und Ebay gemeinsam schließen und planen eine integrierte Lösung, die wirtschaftlich ist, einfach zu bedienen und sich schnell rentiert. Die beiden Unternehmen werden die Lösung gemeinsam vermarkten. Ebay plant außerdem eine Schulung für SAP-Kunden über den Verkauf bei eBay. „Wir sind überzeugt, dass sich diese Lösung für unsere mehr als 19 600 Kunden schnell auszahlen wird", kommentiert Ajit Nazre, Managing Director von SAP Inspire. „Gemeinsam mit Ebay liefern wir die erste vollständig integrierte Lösung für Online Asset Remarketing, die unseren Kunden zusätzliche Liquididät und kurzfristigen Return on Investment bringt. Sie nutzt die Technologieplattform SAP NetWeaver und ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine innovative und wertvolle Online-Lösung."

Diese Lösung für den Weiterverkauf überschüssiger Bestände über Ebay soll genauso zuverlässig und integrationsfähig sein, wie es SAP-Kunden von bewährten Prozessen für Vertrieb, Abwicklung und Finanzen in SAP R/3 und mySAP Customer Relationship Management (mySAP CRM) gewohnt sind, betont das Walldorfer Unternehmen. Die Lösung umfasst ein integriertes Auktions-Management-System, das die Notierung bei Ebay automatisiert, Produktdaten zusammenstellt und die Warenlisten auf dem Ebay-Marktplatz verwaltet.

Angeboten wird die Lösung zunächst auf dem nordamerikanischen Markt, Europa und weitere Länder werden folgen, teilt SAP mit. Für das erste Quartal 2004 ist die generelle Verfügbarkeit geplant.

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