IT + Internet
Intel-Aktien nach höherer Umsatzprognose auf Höhenflug

Der weltgrößte Chiphersteller Intel Corporation hat seine Umsatzprognose für das Schlussquartal 2004 unerwartet stark erhöht. Die Intel-Aktien sind daraufhin nachbörslich um 7,9 Prozent auf 24,50 Dollar in die Höhe geschossen.

dpa SANTA CLARA. Der weltgrößte Chiphersteller Intel Corporation hat seine Umsatzprognose für das Schlussquartal 2004 unerwartet stark erhöht. Die Intel-Aktien sind daraufhin nachbörslich um 7,9 Prozent auf 24,50 Dollar in die Höhe geschossen.

Das Unternehmen erwartet wegen der starken weltweiten Nachfrage nach seinen Chips im vierten Quartal einen Umsatz von 9,3 bis 9,5 Mrd. Dollar. Dies hat Intel am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben. Damit würde das in diesem Jahr mit erheblichen Problemen kämpfende Unternehmen sowohl für das vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr doch noch Rekordumsätze verbuchen. Eine Gewinnprognose für das Schlussquartal machte das Unternehmen nicht.

Marktbeobachter waren von der sehr positiven Umsatzprognose überrascht. Sie führten die positive Umsatzschätzung vor allem auf die starke Laptop- und Servernachfrage und die insgesamt solide PC- Nachfrage in der Vorweihnachtszeit zurück. In mehr als 80 Prozent aller PCs sind Intel-Mikroprozessoren zu finden. Intel hatte zuvor für das Schlussquartal eine Umsatzprognose von 8,6 bis 9,2 Mrd. Dollar gemacht. Die Wall Street war von einem Umsatz von knapp neun Mrd. Dollar (6,8 Mrd Euro) ausgegangen.

Die Intel-Aktien waren in diesem Jahr um rund 30 Prozent eingebrochen. Die Gesellschaft hatte zeitweise die Chipnachfrage überschätzt und zu hohe Lagerbestände angehäuft. Zudem litt Intel Sie unter Produktverzögerungen und Projektstreichungen. Der Hauptkonkurrent Advanced Micro Devices (AMD) hatte Intel mit neuen Produkten zu schaffen gemacht und Kunden abgenommen.

Intel macht inzwischen aber offensichtlich auch Fortschritte beim Inventarabbau. Die Gesellschaft erwarte bis zum Quartalsende einen Abbau der Lagerbestände von mehreren hundert Mill. Dollar.

Intel sieht auch die Möglichkeit für eine eventuelle Rückführung von Auslandsgewinnen von bis zu sechs Mrd. Dollar. In den USA wurde kürzlich ein neues Gesetz verabschiedet, um die Rückführung von Auslandsgewinnen amerikanischer Unternehmen zu fördern und um damit US-Arbeitsplätze zu schaffen. Die US-Unternehmen können für einen bestimmten Zeitraum bei der Rückführung der Auslandsgewinne ins eigene Land einen Niedrigsteuersatz von 5,25 Prozent ausnutzen. Man untersuche eine Repatriierung, doch habe man noch keine formellen Pläne, erklärte die Gesellschaft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%