Intel bläst zum Sturm auf RISC-Prozessoren
Prozessoren für schnelle Server

Mit neuen Prozessoren zielt der Chip-Hersteller Intel auf den High-End-Servermarkt. Ziel ist die Ablösung der RISC-Prozessoren, die diesen Markt bislang dominierenden.

DÜSSELDORF. Mit den neuen Mitgliedern der Itanium-Familie kommt Bewegung in den Markt der Hochleistungsserver. Der Chipgigant Intel bläst zum Sturm auf die bisher fest etablierten RISC-Prozessoren. RISC-Prozessoren sind Chips mit einem reduzieren Befehlsumfang, die auf hohen Datendurchsatz getrimmt sind. Die bekanntesten Vertreter sind die UltraSPARC-Prozessoren von Sun, die PowerPC-Prozessoren von IBM und Apple und die PA-RISC von HP. Die damit ausgestatten Server laufen üblicherweise mit den Betriebssystemen Unix und neuerdings auch verstärkt mit Linux.

Die neuen Itanium-2-Prozessoren wurden für Multi- und Dualprozessorserver sowie niedrigere Betriebsspannungen weiterentwickelt. Damit soll dass Preis-Leistungsverhältnis und die Energieaufnahme verbessert werden. Die Itanium-Reihe ist aus der Zusammenarbeit von Intel und Hewlett-Packard entstanden. Bei den ersten Modellen gab es jedoch einige Startschwierigkeiten. Mittlerweile liefern nach Aussagen des Herstellers allerdings mehr als 70 Systemhersteller Itanium basierte Systeme aus, die mit fünf verschiedenen Betriebssystemen laufen. An erster Stelle liegt hier natürlich Mitentwickler HP, der in den nächsten Jahren seine eigenen Produktreihe PA-RISC auslaufen lässt. Mit der Itanium-2-Plattform sollen insbesondere die geschäftskritische Bereiche, wie Transaction Processing, Data Warehousing, Business Intelligence, Enterprise Resource Planning und High Performance Computing angesprochen werden.

„Die Prozessoren der Itanium-Reihe stehen nicht in Konkurrenz zu den anderen Prozessoren unseres Hauses“, betont Christian Lamprechter, Manager Strategic Alliances bei Intel, „Ziel ist die Ablösung von RISC-Prozessoren.“ Deswegen rechnet der Hersteller nur mit einer Stückzahl von 150 000 Prozessoren. Im Vergleich zu den PC-Prozessoren zwar einen eine kleine Zahl, allerdings ist der Markt für High-End-Server auch bei weitem nicht so groß wie der für Arbeitsplatzrechner. Eine Verschmelzung der Pentium/Xeon und Itanium-Reihe ist nach der aktuell vorliegenden Planung nicht in Sicht.

Stolz verweist Lamprechter darauf, dass der neuer Supercomputer der Nasa, genannt Columbia, mit Intels neuen Server-Prozessoren läuft. Der Rechnerhersteller SGI hat 10 160 Itanium-Prozessoren darin verbaut und erreicht Platz zwei auf der aktuellen Top 500 Liste der schnellsten Rechner der Welt. Unter den ersten fünf dieser Hitliste der Rechenmonster finden sich zwei Installationen, die mit Power-PC-Prozessoren bestückt sind, und zwei, die mit Itanium-Prozessoren betrieben werden. Immer noch unter den ersten fünf ist der japanische Earth Simulator von NEC der seit 2002 mit speziellen Chips arbeitet. Diese Supercomputer werden vor allem für Simulationsrechnungen wie Klimaänderungen, Kernforschung oder für militärische Anwendungen eingesetzt.

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