Intel fertigt mit neuer Technologie
Centrinos in 90-Nanometer-Technik

Eine neue Technologie soll dem weltgrößten Halbleiterhersteller bei der Fertigung seiner neuen Centrino-Chips mit dem Codenamen Dothan helfen.

HB MÜNCHEN/SANTA CLARA. Der weltgrößte Halbleiterhersteller hat am Montag die neue Pentium-M-Modellreihe speziell für den Einsatz in Laptops weltweit auf den Markt gebracht. Es seien die ersten Notebookprozessoren, die mit der 90-Nanometer-Technologie hergestellt werden, sagte Jürgen Thiel, Geschäftsführer von Intel Deutschland in München.

Statt wie bei der herkömmlichen 130-Nanometer-Technologie sind die Strukturen, die auf die einzelnen Chips aufgebracht werden, nur noch 90 Nanometer breit. Ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter. „Mit 140 Mill. Transistoren passen im Vergleich zur herkömmlichen 130 Nanometer-Fertigung 81 % mehr Transistoren auf einen Chip“, sagte Thiel. Intel erwarte durch das neue Verfahren bereits für dieses Jahr eine Bruttogewinnmarge von 62 %. Zugleich soll die Leistung der Prozessoren, die auf Intels Notebook-Architektur Centrino basieren, eine bis zu 17 % höhere Rechenleistung erreichen als ihre Vorgänger. Die Chips gibt es mit Taktfrequenzen von 1,7, 1,8 und zwei Gigahertz.

Allein in Deutschland hatten nach jüngsten Erhebungen von Gartner Notebooks am Absatz von Computern im Jahr 2003 einen Anteil von 42,1 %. Mit wachsender Nutzung von mobilen Internetzugängen steigen auch die Anforderungen etwa an die Größe, den Stromverbrauch und die Batterielaufzeiten der Laptops. Bis Mitte Juli sollen insgesamt 50 verschiedene Notebooks unterschiedlicher Hersteller wie IBM, HP, Dell, Samsung und Fujitsu-Siemens mit den neuen Centrino-Chips verfügbar sein.

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