Intel-Konkurrent will aufholen
AMD stellt Vierkern-Prozessoren vor

AMD will mit der neuen Chip-Plattform „Spider“ wieder aus den roten Zahlen kommen und gegenüber seinem großen Rivalen Intel aufholen. Dazu hat der Chiphersteller erstmals Desktop-Prozessoren mit vier Kernen produziert. Vorerst aber bleiben die Chips unterhalb der Leistung des Konkurrenten.

dpa SUNNYVALE. AMD will mit der neuen Chip-Plattform „Spider“ wieder aus den roten Zahlen kommen und gegenüber seinem großen Rivalen Intel aufholen. Der Chiphersteller stellte am Montag dafür seine ersten Desktop-Prozessoren mit vier Kernen vor.

Anders als ursprünglich geplant bringt das Unternehmen allerdings erst zwei von drei Prozessoren mit Taktraten von 2,3 und 2,2 Gigahertz, weitere sollen dann im kommenden Jahr folgen. Damit bleiben die Chips vorerst unterhalb der Leistung von Intels Vierkern-Chips „Core zwei Quad“. Der „Phenom“ genannte AMD-Prozessor ist zusammen mit einem Chipsatz und einer Grafikkarte auf der Spider-Plattform untergebracht.

Die Aufholjagd zum erbitterten Konkurrenten dürfte nach Einschätzung von Experten schwierig werden. Seine ersten Vierkern- Prozessoren für Server („Barcelona“) hatte AMD mit halbjähriger Verspätung im vergangenen Oktober vorgestellt. Intel ist mit seinen Vier-Kerne-Prozessoren bereits seit rund einem Jahr auf dem Markt. Intels Chips bestehen allerdings aus zwei Doppelkernen, AMD bringt in seinen Prozessoren vier einzelne Kerne unter. Bei speziellen Anwendungen soll diese Architektur für mehr Rechenleistung sorgen.

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC hält AMD am PC-Prozessor-Markt einen Anteil von 23,46 Prozent, der Rest verbleibt beim Rivalen Intel. AMD steckte auch im dritten Quartal noch tief in den roten Zahlen und verbuchte seit Jahresbeginn einen Milliardenverlust. Zumindest zum Weihnachtsgeschäft erhofft sich das Unternehmen eine saisonale Besserung. Vor wenigen Tagen holte sich das Unternehmen einen zahlungskräftigen Großaktionär ins Boot: Der staatliche Investmentfonds Mubadala Development Company aus dem Emirat Abu Dhabi kündigte den Kauf eines Anteils von 8,1 Prozent für 622 Mill. Dollar an.

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