Intel kontert Vorstoß des Rivalen AMD
Wettlauf um 64-Bit-Chips beginnt

Intel schlägt zurück. Der Chipriese wird im zweiten Quartal dieses Jahres eine 64-Bit-Version seines Server-Prozessors „Xeon“ auf den Markt bringen. Das kündigte Intel auf seinem Entwicklerforum IDF an.

HB FRANKFURT. Mit dem auf den Codenamen „Nocona“ hörenden Chipset folgt Intel dem wesentlich kleineren Wettbewerber AMD, der mit dem „Opteron“ bereits im April vergangenen Jahres einen solchen Prozessor auf den Markt gebracht. Wie AMD erweitert Intel die bestehende Technologie – nutzt also keine neue Chiparchitektur.

Die Ankündigung von Intel markiert einen kleinen Strategiewechsel. Bislang hatte Intel-Chef Craig Barrett mit Blick auf den AMD-Vorstoß in die 64-Bit-Technologie immer argumentiert, der Markt sei zumindest im unteren Segment noch nicht reif dafür. Lediglich im gehobenen Bereich mit Hochleistungs-Servern (Netzwerkrechnern) habe die 64-Bit-Technik aktuell eine Chance. Hier hat Intel bereits seit mehreren Jahren den „Itanium“ im Angebot, den der weltgrößte Chiphersteller zusammen mit Hewlett-Packard (HP) entwickelt hat. 64-Bit-Prozessoren sind in der Lage, größere Rechenaufgaben in einem Durchgang zu erledigen als die gängige 32-Bit-Generation.

Allerdings ist Intel mit der einseitigen Strategie zuletzt immer stärker unter Druck geraten. Zum einen blieben die Verkaufszahlen des Itanium-Chips deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dazu trugen auch technische Schwierigkeiten in der Anfangszeit bei. Zum anderen hat der AMD mit dem „Opteron“ den Wettbewerb im vergangenen Jahr erheblich verschärft. Der AMD-Chip kann auch die weit verbreiteten 32-Bit-Programme verarbeiten, so dass Firmen ihre Software nicht anpassen müssen. Zwar ist auch der „Itanium“ eingeschränkt 32-Bit-fähig. Da er dazu aber spezielle Umsetzungsprogramme benötigt, geht das zu Lasten der Leistung. Zudem ist der Chip für die niedrigpreisigen Server häufig zu teuer.

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