„Intel Turbo Memory“
Flash-Bausteine sollen mobile Rechner beschleunigen

Unter dem Namen "Intel Turbo Memory" will Intel mit neuen Speicherbausteinen und verbesserter Technologie die Leistung von Notebooks beschleunigen und den Energiehunger der Rechner drosseln.

dpa HANNOVER. Notebook-Herstellern bietet der Prozessorbauer künftig eine neue Chip-Plattform, die für einzelne Arbeitsschritte statt herkömmliche Festplatten so genannte Flash-Speicherbausteine nutzt, sagte Intel Europa-Chef Christian Morales am Donnerstag auf der Cebit in Hannover mit. So ließen sich etwa im Standby-Betrieb bestimmte Einstellungen oder Programme auf dem Flash-Speicher ablegen und in nur wenigen Sekunden wieder abrufen.

In der Chipbranche sei der Energieverbrauch derzeit das alles bestimmende Thema, sagte Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner. Gerade bei mobilen Anwendungen in Notebooks oder Autos sei der Stromverbrauch der entscheidende Faktor. Daher sieht der Chipriese in diesem Bereich seine Zukunftsmärkte. Im Gesundheitswesen oder in der Automobilindustrie sollen künftig kleine mobile Rechenknechte, so genannte Umpcs (Ultra Mobile PC) für drahtlose Kommunikation sorgen. Intel stellte auf der weltgrößten Computer- und IT-Messe dafür eine Reihe von Innovationen und Partnerschaften vor.

Gemeinsam mit dem Audio-Spezialisten Harman/Becker zeigte Morales die neue Entwicklung "Starrec", mit der die Kommunikation über einfache Sprachbefehle an einen Umpc zum Beispiel unterwegs im Auto erfolgen soll. Ohne große Ablenkung des Fahrers lässt sich damit etwa ein bestimmter Song auf dem Umpc oder einem Smartphone aufrufen und abspielen. Auf gleichem Weg soll sich der Nutzer auch seine E-Mails vorlesen lassen können. Als eines der ersten Geräte präsentierte das Unternehmen ein Gerät von Asus, weitere Modelle anderer Hersteller sollen schon bald folgen.

"Diese Möglichkeiten werden schon bald zur Standardausstattung in Autos der nächsten Generation gehören", sagte Thomas Krippgans von Harman/Becker. Für eine voll in das Auto integrierte Lösung, die auf offenen Standard basiert, arbeitet Intel bereits seit 2005 auch mit BMW zusammen. Auf der International Motor Show in Genf Anfang März hatte der Chiphersteller gemeinsam mit dem französischen Bluetooth- Spezialisten Parrot eine Lösung vorgestellt, die ebenfalls die drahtlose Sprach-Kommunikation über einen kleinen Mini-PC ermöglicht und in jedes Auto nachrüstbar ist. Über eine technische Brücke verbindet die Entwicklung per Funkstandard Bluetooth den Umpc mit dem Autoradio.

Einen der großen Zukunftsmärkte sieht Intel auch im Gesundheitswesen. An neuen Kommunikationsformen auf Basis von Intel - Technologie arbeitet der Chipgigant in verschiedenen Pilotprojekten bereits seit einigen Jahren. Ein konkretes Projekt stellte das Unternehmen auf der Cebit in Hannover vor. Gemeinsam mit den Asklepios-Kliniken fährt Intel ein Pilotprojekt, bei dem für die Krankenversorgung kleine mobile PCs eingesetzt werden, die ständig an das Krankenhausnetz angeschlossen sind. Dadurch soll der Informationsfluss verbessert werden und Arbeitszeit eingespart werden, die dann für die Betreuung der Patienten zur Verfügung steht.

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