Intelligente Haushaltstechnik
Großeltern im Sensorenheim

Gehhilfe mit Sturzsensor, Pulsmesser im Stuhlkissen, piepende Kaffeetassen: High Tech könnte bald in den Wohnungen älterer Menschen Einzug halten. Was nach Totalüberwachung klingt, dient vor allem der Autonomie hilfsbedürftiger Senioren.

DÜSSELDORF. Auf den ersten Blick sieht die Duisburger Wohngemeinschaft für Demenzkranke völlig normal aus. Doch hinter den Hausgeräten und Möbeln des Sozialswerks St. Georg steckt High Tech: Lichter gehen nachts automatisch an, wenn jemand schlaftrunken zum Bad tappt und der Elektroherd weiß von selbst, wann er sich abzuschalten hat. Auch die Raumtemperatur wird in Verbindung mit den Fenstern automatisch geregelt, damit niemand kalte Füße bekommt. Künftig werden durch eine neue Sensorik in Sitzkissen und Stühlen sogar Puls und Atemfrequenz der Bewohner erfasst. Und die Matratze registriert über Sensoren, wenn jemand droht, sich wund zu liegen. Fachleute nennen so etwas: assistierende Umgebung.

"Ziel des Konzeptes ist es, durch den Einsatz verschiedener technischer Hilfsmittel wie etwa Orientierungs- und Erinnerungshilfen und Sicherheitstechnik sowie deren Verknüpfung mittels eines intelligenten Umgebungsnetzwerkes insbesondere ältere oder gehandicapte Menschen zu unterstützen", sagt Wolfgang Meyer, Geschäftsführer bei Ambient Assisted Living, einer zum Sozialwerk St. Georg Gelsenkirchen gehörenden Gesellschaft. Unterstützt wird das Projekt vom IMS Fraunhofer Institut in Duisburg. "Wir testen, welche Möglichkeiten es gibt, intelligente technische Unterstützung nahtlos und unkompliziert in den Alltag einzufügen", sagt Meyer. Eine Aufgabe, die angesichts der Überalterung der Gesellschaft immer wichtiger wird, zumal die meisten Menschen lieber zuhause wohnen wollen anstatt sich ins Altenheim zu begeben.

Zusammen mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Kaiserslautern wird in einem Wohn-Labor neue Hard- und Software für die hilfreiche Umgebung entwickelt. Vernetzte Sensoren, die unauffällig in Lichtschalter, Steckdosen, Möbel und sogar Kaffeetassen integriert sind, registrieren die Aktivitäten der Bewohner. Die Daten laufen in einer Zentrale zusammen. Hier erkennt ein Rechner typische Muster im Tagesablauf der Testperson.

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