interaktives Informationssystem
Autoradio beantwortet Fragen des Fahrers

Das Autoradio lernt sprechen. Experten aus dem Siemens-Bereich Corporate Technology in München arbeiten zusammen mit Ingenieuren vom Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (First) in Berlin an einer Technik, mit der Autofahrer Staunachrichten, das Wetter, die billigste Tankstelle in der Nähe oder das Kinoprogramm in der nächsten Stadt bequem per normaler Sprache über ihr Autoradio abfragen können.

hsn DÜSSELDORF. Das Autoradio lernt sprechen. Experten aus dem Siemens-Bereich Corporate Technology in München arbeiten zusammen mit Ingenieuren vom Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (First) in Berlin an einer Technik, mit der Autofahrer Staunachrichten, das Wetter, die billigste Tankstelle in der Nähe oder das Kinoprogramm in der nächsten Stadt bequem per normaler Sprache über ihr Autoradio abfragen können.

Möglich macht das eine neue Technik, die aus Internet-Informationen automatisch Sprachanwendungen generiert und per Radiosignal ins Auto überträgt. „SmartWeb-KFZ“ heißt das mobile Informationssystem, das sich mit dem Menschen im freien Dialog unterhalten kann. Die Forscher stellen einen Prototyp des Systems auf der Computermesse Cebit vor, die am Donnerstag beginnt.

Eine klassische Suchmaschine, wie man vom heimischen Rechner kennt, ist SmartWeb-KFZ allerdings nicht. Es sind unterwegs nur die Informationen verfügbar, die als Themenpaket von Radiosendern angeboten werden. Erreicht das Auto den Empfangsbereich des Radiosenders, dann erscheint auf dem Bildschirm des Autoradios ein Informationsmenü mit all jenen Themen, die verfügbar sind. Wählt der Fahrer einen Unterpunkt, zum Beispiel zu aktuellen Sportnachrichten, werden nur diese Informationen auf sein Radio geladen und er kann gezielt nur die Information abfragen, die ihn interessieren – beispielsweise die aktuellen Fußball-Ergebnisse.

Bei SmartWeb-KFZ greift das Bordgerät also nicht bei jeder Nachfrage direkt auf das Internet zu. Es lädt vielmehr die im zentralen Server des Radiosenders gespeicherten Internet-Informationen einmal herunter und aktualisiert diese hin und wieder. Der Sprachdialog findet somit zwischen Fahrer und Bordgerät statt. Der Vorteil: Der Autofahrer erhält aktuelle Informationen, muss aber für die Daten nicht die teuren Mobilfunk-Verbindungen bezahlen.

Die Forscher verwenden für die Erzeugung der Sprachdialogsysteme Programme, die auf Websites gezielt nach Informationen in Tabellenform fahnden – beispielsweise mit den preisgünstigsten Tankstellen. Hat das System eine relevante Tabelle gefunden, dann erzeugt es daraus automatisch eine Sprachdialoganwendung.

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